«10-Millionen-Schweiz»
21.05.2026 BRIEFEAn die Säcke!
Weder deckeln noch sich vor Chaos ängstigen eignen sich, den Problemen des Bevölkerungswachstums in der Schweiz zu begegnen. Dass die «10-Millionen-Initiative» auf keinen Fall angenommen werden darf, leuchtet jedem Menschen ein, ...
An die Säcke!
Weder deckeln noch sich vor Chaos ängstigen eignen sich, den Problemen des Bevölkerungswachstums in der Schweiz zu begegnen. Dass die «10-Millionen-Initiative» auf keinen Fall angenommen werden darf, leuchtet jedem Menschen ein, der dem Völkerrecht verpflichtetes, umfassendes Denken zulässt.
Mit dem Bekämpfen der Initiative ist es nicht gemacht. Es müssen den Verunsicherten dringend Wege aufgezeigt werden, wie die anstehenden Probleme gelöst werden könnten. Keim des Bevölkerungswachtums sind nicht die Ausländerinnen und Ausländer, sondern die von Gier besessenen Vertreter einer überholten Wirtschafts- und Volkswirtschaftslehre. Die SVP suggeriert zwar Lösungen, verursacht aber damit nur zusätzliche Probleme. Diese sogenannte «Nachhaltigkeitsinitiative» ist ein perfides Täuschungsmanöver fremdenfeindlichen Inhalts, Schwarzenbach lässt grüssen.
Ich vermisse von den Politikerinnen und Politikern, die die initiative ablehnen, das Analysieren der Grundursachen und den Willen zu Veränderungen. Ein Lichtblick ist für mich die Meinung von Nationalrätin Yvonne Bürgin von der «Mitte», die verlangt, Sinn und Zweck des seit Jahren anhaltend hohen Wirtschaftswachstums zu hinterfragen.
Unter Wachstumstreibern verstehe ich: Von der Lehre gestützte Wachstumsfantasien. Steuerliche Begünstigung von multinationalen, aber auch inländischen Unternehmen. Wohnungsproduktion als Kapitalanlage oder für den Tourismus (Stichwort Airbnb). Niedrigzinspolitik. Kapitalfluss von Pensionskassengeldern in Equity- und Immobilienfonds zur Generierung von Eigenkapital. Private-Credit-Fonds zur Umgehung der Bankenregulierungsvorschriften.
Überall dort sehe ich ein riesiges Potenzial an Wachstumskorrektur zur Rückgewinnung von Lebensqualität mit mehr sozialer Gerechtigkeit und Vermeidung von weltweiten Finanzsystemzusammenbrüchen. Uns Buben hatte man seinerzeit Kettenbriefe verboten.
Also, meine verehrten Damen und Herren in den Parlamenten: «An die Säcke!» Sie können auf eine nachhaltige Unterstützung Ihrer Wählerinnen und Wähler zählen. Und den Stimmberechtigten empfehle ich den Gang an die Urne.
Heinz Schweingruber, Kilchberg
