Ja zu einer nachhaltigen Zuwanderung
Als ich 2009 die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU ablehnte, war mir bereits bewusst, welche Konsequenzen ein Ja zu dieser Vorlage haben würde. Aus den damals vom ...
Ja zu einer nachhaltigen Zuwanderung
Als ich 2009 die Weiterführung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU ablehnte, war mir bereits bewusst, welche Konsequenzen ein Ja zu dieser Vorlage haben würde. Aus den damals vom Bundesrat prognostizierten 8000 Zuwanderern pro Jahr sind es inzwischen rund 100 000 geworden, die jährlich in unser Land kommen. Die negativen Folgen dieser masslosen Zuwanderung sind heute für uns alle deutlich spürbar. Zu den wenigen Profiteuren dieser verfehlten Politik zählen vor allem Unternehmen, die lieber günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutieren, anstatt in die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Land zu investieren.
Dass dieses System nicht nachhaltig ist, zeigt sich daran, dass sich der Fachkräftemangel trotz anhaltend hoher Zuwanderung inzwischen deutlich verschärft hat. Es ist höchste Zeit, dieser unheilvollen Migrationsspirale ein Ende zu setzen. Seit Jahren führt sie zu steigenden Mieten, überlasteter Infrastruktur, Problemen in Schulen und im Gesundheitswesen, zunehmendem Druck auf unsere Landschaft sowie zu einem spürbaren Verlust an Lebensqualität. Mit einem Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative am 14. Juni können wir die Zuwanderung zwar nicht stoppen, aber wieder auf ein verträgliches Mass begrenzen. Nutzen wir diese (vielleicht letzte) Chance.
Stefan Meyer, Landrat SVP, Münchenstein