Mit den Hüten ist es so eine Sache
Eigentlich ist seit Langem klar, was betreffend Hut am Sissacher Banntag gilt. Und so funktioniert es: ein schwarzer Banntagshut und auf der linken Seite der Banntags-Maien aus echten Blumen, vorzugsweise Flieder. Schluss, ...
Mit den Hüten ist es so eine Sache
Eigentlich ist seit Langem klar, was betreffend Hut am Sissacher Banntag gilt. Und so funktioniert es: ein schwarzer Banntagshut und auf der linken Seite der Banntags-Maien aus echten Blumen, vorzugsweise Flieder. Schluss, Punkt, Ende!
Es ist nur oberpeinlich, wenn ein in Sissach aufgewachsener Regierungsrat mit einem ausgedienten Strohhut, einem Toilettendeckel nicht unähnlich, als geladener Gast am Sissacher Banntag auftaucht. Das ist einfach respektlos. Respektlos dem Anlass sowie dem Bürgerrat gegenüber. Wenn dann noch ein Bürgerrat (notabene der Verantwortliche Rottenchef) mit Plastikblumen als Hutschmuck auf der Wacht erscheint, ist das ein unentschuldbarer Fehltritt. Dass diese Herren damit noch die mediale Aufmerksamkeit erheischen, macht die Sache auch nicht besser.
Da wird immer wieder von Tradition und Brauchtum geredet (auch Thomas Weber erwähnte es in seiner Rede mehrmals), die gepflegt und erhalten werden sollten. Aber dieses Verhalten von Männern mit Vorbildfunktion zeigt gerade das Gegenteil. Tragen wir Sorge zu unserem Banntag und pflegen wir diese Tradition weiter mit dem richtigen Hut, den richtigen Blumen und den traditionellen Böllerschüssen beim Ausmarsch aus dem Dorf. Mit einem dreifachen: «Hie isch guet Sissacher Bann und Boode!»
Werner Degen, Bürger und Einwohner von Sissach