Obergrenze ist kein Wundermittel
Danke, Migros-Chef Irmiger und FDP-Präsident Mühlemann, dass Sie öffentlich vor den Auswirkungen der SVP-Initiative warnen und sagen, dass die Probleme der Schweiz so nicht gelöst werden können. Im Gegenteil, ...
Obergrenze ist kein Wundermittel
Danke, Migros-Chef Irmiger und FDP-Präsident Mühlemann, dass Sie öffentlich vor den Auswirkungen der SVP-Initiative warnen und sagen, dass die Probleme der Schweiz so nicht gelöst werden können. Im Gegenteil, sie schaffen zusätzliche Probleme: etwa im Gesundheitswesen, dem Detailhandel oder der Landwirtschaft, wo ohne Grenzgängerinnen und Migranten gar nichts mehr gehen würde.
Wir alle wissen, dass auch auf dem Wohnungsmarkt weiterhin die Investoren statt der Mietenden trumpfen werden. Im Zug würden viele Plätze der zur Arbeit Pendelnden frei bleiben. Aber wer bitte finanziert dann unsere
AHV?
Und auf der Strasse? 50 Prozent des motorisierten Individualverkehrs ist Freizeitverkehr! Das Stauproblem ist also hausgemacht. Wenn es morgens auf der Strasse eng ist, sind das vor allem Pendlerinnen und Pendler unterwegs zur Ausbildung und zur Arbeit.
Lösungen? Der Ausbau der Kapazität nach Liestal und Waldenburg hat die Situation zu Stosszeiten verbessert! Weiter so! Velorouten müssen weiter ausgebaut werden, es braucht mehr Freizeitangebote im näheren Alltagsumfeld und noch mehr umweltverträgliche Angebote in Tourismusregionen. Die Förderung von Wohngenossenschaften muss weiter vorangetrieben werden.
Für unsere (Land-)Wirtschaft, für unsere Bildung und Forschung gilt: Ohne Zusammenarbeit in Europa geht es nicht! Auch die Sicherheit wäre gefährdet, und zwar bei der Kriminalität und auch im Kriegsfall. Auch das Klimaproblem lösen wir nur im Verbund gemeinsam mit den Willigen in Europa und der Welt.
Ich stimme Nein zu dieser Initiative und spreche darüber. Tun Sie es auch!
Erika Eichenberger, ehem. Landrätin Grüne, Liestal