Fast 100 Unfälle sind einfach zu viel
Die Verkehrssituation in Birsfelden ist prekär, das ist unterdessen im ganzen Kanton und darüber hinaus bekannt. Nun sind auch die Tramschienen abgenutzt, und die Tramhaltestellen müssen behindertengerecht ...
Fast 100 Unfälle sind einfach zu viel
Die Verkehrssituation in Birsfelden ist prekär, das ist unterdessen im ganzen Kanton und darüber hinaus bekannt. Nun sind auch die Tramschienen abgenutzt, und die Tramhaltestellen müssen behindertengerecht umgebaut werden.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat der Kanton in jahrelanger Arbeit und in Absprache mit den Gewerbebetrieben ein Projekt erarbeitet, das die Durchfahrt mit dem Auto, dem Tram und dem Velo vernünftig regelt und das auch für die Fussgängerinnen und Fussgänger mehr Sicherheit bringt. Das ist dringend notwendig, denn seit 2012 haben sich auf dieser Durchfahrt fast 100 Unfälle ereignet, einige mit Schwerverletzten und mit Todesfolge.
Rund 50 Millionen Franken kosten allein die unabdingbaren Erneuerungen für den Tramverkehr. Mit weiteren 28 Millionen sollen nun auch die Sicherheit, die Parkmöglichkeiten und Baumbepflanzungen ermöglicht werden. Über diesen Betrag stimmt das Baselbieter Volk am 14. Juni ab, weil eine Gruppe von Birsfeldern das Referendum ergriffen hat. Sie wehren sich unter anderem dagegen, dass einige Anwohner ein Stück Land abtreten müssen, weil die künftigen Tram- und Haltestellenflächen leicht grösser werden. Das Referendum ist natürlich ihr gutes demokratisches Recht, aber für die Stimmbürgerinnen und -bürger im Kanton geht es darum, abzuwägen, ob man die Sicherheit der Menschen höher schätzt oder ob man möglichst alles beim Alten belassen will.
Wer sich für einen sicheren, flüssigen Verkehr mit Parkmöglichkeiten vor den Einkaufsläden und einem durch eine Baumallee abgetrennten Trottoir auf beiden Seiten der Strasse entscheidet, stimmt am 14. Juni Ja.
Urs Buess, Birsfelden