Nachhaltigkeitsinitiative
Wie wäre es mit den 10 Millionen, wenn …
Mein Versuch, mich in Andersdenkende einzufühlen, ist zu 99 Prozent gescheitert. Ich spreche von der Medienkonferenz der SVP und der Nachdoppelung einer Vertreterin aus Liestal ...
Nachhaltigkeitsinitiative
Wie wäre es mit den 10 Millionen, wenn …
Mein Versuch, mich in Andersdenkende einzufühlen, ist zu 99 Prozent gescheitert. Ich spreche von der Medienkonferenz der SVP und der Nachdoppelung einer Vertreterin aus Liestal in der «Carte blanche». Sie versucht unter anderem aus den Worten des deutschen Humanisten Joachim Gauk Berechtigung für die fremdenfeindliche Haltung der SVP abzuleiten. Zuwanderung ist hausgemacht und herausfordernd. Dass die SVP dafür die Sozial- und Asylmigranten – was für Unwörter – verantwortlich macht, ist mehr als eine üble Nachrede! Jene also, die aufgrund westlicher, teils verbrecherischer Politik zu Flüchtlingen werden, sei es wegen Armut, Hunger oder Krieg, sollen die Sündenböcke sein? Verlogener könnte diese Initiative nicht sein, und nachhaltig ist sie definitiv nicht.
Beschämend auch, dass im Komitee neben SVP-Präsident Marcel Dettling, dem Bewahrer der Versorgungssicherheit (?), eine Baselbieterin und ein Sissacher Bürger sitzen, die hemmungslos und in nicht zu überbietender Vereinfachung grosse Worte zum Besten geben. Würden die biologischen Gegebenheiten aufgrund der Geburtenrate bedacht, gäbe es kein Wachstum in der Schweiz. Das Wachstum wird unter anderem in der SVP-Klein-, Mittelund übergrossen Unternehmen-Pflege-Partei gefördert. In den Köpfen der Wirtschaftsbosse der Bau- und Immobilienbranche wird der Wachstumswahn erdacht. Wie wäre es, wenn Wachstumsfantasien hinterfragt, den Gegebenheiten angepasst und mit Fokus auf Qualität reduziert würden?
Mit 1 Prozent bin ich einfühlend, weil auch ich Mühe habe mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum, aber aufgepasst: Die Initiative ist verlogen!
Heinz Schweingruber, Kilchberg