Wer setzt sich ein für die Jugend?
Es ist erfreulich, dass der neue Kunstrasen für den Fussballplatz nun realisiert werden kann. In der Gemeinde wurde das Thema des Kunstrasenersatzes äusserst emotional diskutiert. Dabei wurde stets betont, dass diese ...
Wer setzt sich ein für die Jugend?
Es ist erfreulich, dass der neue Kunstrasen für den Fussballplatz nun realisiert werden kann. In der Gemeinde wurde das Thema des Kunstrasenersatzes äusserst emotional diskutiert. Dabei wurde stets betont, dass diese Investition für die Jugend unabdingbar sei – darin sind wir uns wohl alle einig. Dennoch wird es als selbstverständlich betrachtet, dass Oberdorf den neuen Kunstrasen vollumfänglich finanziert, obwohl von den rund 450 Mitgliedern lediglich 40 Prozent in Oberdorf wohnhaft sind, während 60 Prozent aus den Nachbargemeinden stammen.
Dank des Referendums beteiligt sich die Gemeinde Oberdorf nun mit 290 000 Franken – doch auch dieser Beitrag bedingt eine weitere Verschuldung und die Aufnahme eines Kredits. Hinzu kommt, dass Oberdorf gemäss der aktuellen Leistungsvereinbarung mit dem FCO jährlich über 42 000 Franken für den Betriebsunterhalt leistet. Es kann nicht sein, dass Oberdorf für diesen wichtigen regionalen Fussballverein weit über 90 Prozent der Gesamtkosten alleine tragen muss.
Angesichts der angespannten Finanzlage stellt sich die berechtigte Frage, wie lange sich Oberdorf diese regionale Anlage noch leisten kann. Wo bleiben die Verantwortung und das Engagement der Nachbargemeinden gegenüber der Jugend in ihrer Region? Regionale Angebote von Bedeutung – wie die Sportanlage des FC Oberdorf oder das Schwimmbad Waldenburg – können langfristig nur bestehen, wenn sich die umliegenden Gemeinden gegenseitig unterstützen. Auch der Kanton ist hier gefordert, einen Beitrag zu einer tragfähigen Finanzierung zu leisten.
Es ist unabdingbar, dass zugunsten des FCO eine faire regionale Lösung gefunden wird – sowohl für Investitionen als auch für die laufenden Betriebskosten. Nur so lässt sich die Zukunft des FCO auch mittelfristig sichern.
Dieter Lipp, Oberdorf