Heute muss das «Volksohr» einem amtierenden Landrat auf die Finger klopfen. Die Rede ist von SVP-Hardliner Andi Trüssel aus Frenkendorf. Der Energiespezialist und EU-Gegner hat sich auf «LinkedIn» zu einer unsäglichen Bemerkung über ...
Heute muss das «Volksohr» einem amtierenden Landrat auf die Finger klopfen. Die Rede ist von SVP-Hardliner Andi Trüssel aus Frenkendorf. Der Energiespezialist und EU-Gegner hat sich auf «LinkedIn» zu einer unsäglichen Bemerkung über Bundesrat Ignazio Cassis (FDP) hinreissen lassen. Trüssel kommentierte ein KI-generiertes Bild, das den Aussenminister mit einer zerrissenen Schweizer Fahne und der Aufschrift «Neutralität» zeigt. Die Aussage dahinter: Cassis verkaufe die Schweiz mit den neuen bilateralen Verträgen an die EU. Zu Cassis schreibt Trüssel: «Er ist und bleibt ein Tschingg mit Schweizerpass. Schweizer haben wir genug, es fehlt an Eidgenossen mit Rückgrat. Wirbelsäule hat jeder!» Ob sich Trüssel zu einer Entschuldigung für seinen Griff in die unterste Schublade mit den dümmsten Mottenkisten-Schimpfworten durchringen wird, ist offen. Er könnte sich ein Beispiel an «Nebelspalter»-Chefredaktor Markus Somm nehmen. Dieser hat sich öffentlich bei Ignazio Cassis entschuldigt, nachdem er ihn als Italiener und nicht als richtigen Schweizer bezeichnet hatte. Vielleicht liegt in der Eidgenossenschaft ja genau dort der Unterschied zwischen Rückgrat und Wirbelsäule.