Nein zur Solar-Initiative
Die Schweiz steht für Innovation und Verantwortung – ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogen. Gerade in der Energiepolitik braucht es Augenmass statt Ideologie. Solarenergie dort zu fördern, wo sie sinnvoll ist ...
Nein zur Solar-Initiative
Die Schweiz steht für Innovation und Verantwortung – ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogen. Gerade in der Energiepolitik braucht es Augenmass statt Ideologie. Solarenergie dort zu fördern, wo sie sinnvoll ist und der Strom direkt genutzt werden kann, ist richtig. Doch ungeachtet der Netzkapazitäten zusätzliche Produktion zu erzwingen, wie es die Solar-Initiative verlangt, ist weder durchdacht noch solidarisch.
Der nötige Ausbau der Netzinfrastruktur bei der Annahme der Initiative würde enorm hohe Kosten verursachen, die von der Allgemeinheit getragen werden müssten – auch von jenen ohne eigene Solaranlage. Das widerspricht dem Verursacherprinzip. Eine Politik, die Pflichten zwingend auferlegen will und dabei die Folgekosten verschleiert, ist nicht transparent.
Die Initiative verlangt einen Solarzwang auch bei Umbauten. Was fortschrittlich klingen mag, ist angesichts fehlender Netzkapazitäten unrealistisch. Zudem bedeutet es einen starken staatlichen Eingriff ins Privateigentum.
Nachhaltige Energiepolitik muss Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit vereinen. Diese Initiative schafft neue Ungerechtigkeiten und gefährdet die Akzeptanz der Energiewende. Wer eine bezahlbare und ausgewogene Energieversorgung will, sagt am 8. März klar Nein.
Anita Biedert-Vogt Landrätin SVP, Muttenz