Das Organisationskomitee hat gut daran getan, die Häfelfinger alt Landrätin Susanne Strub wiederum für die Organisation der Lotterie in die Verantwortung zu nehmen. Wer in ihre Fänge geriet, musste sich mit Losen loskaufen. Die Erfahrung machte auch der ...
Das Organisationskomitee hat gut daran getan, die Häfelfinger alt Landrätin Susanne Strub wiederum für die Organisation der Lotterie in die Verantwortung zu nehmen. Wer in ihre Fänge geriet, musste sich mit Losen loskaufen. Die Erfahrung machte auch der Sissacher alt Werkhofchef Max Huber. Als er sich nach dem Foto mit Miss Lotterie für die «Volksstimme» aus dem Staub machen wollte, liess sie ihn nicht springen, bevor er das Portemonnaie gezückt hatte. Die Unerbittlichkeit zahlte sich aus. Am Sonntag war eine Stunde vor Ausstellungsende das letzte Lotterielos verkauft. Um dies zu feiern, zündete Susanne Strub am Stand von Gewerbe-Chefin Christine Tschan eine Konfettikanone.
Jan Röthing ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse und gibt einem stets das Gefühl, noch Zeit für das eine oder andere nette Wort zu haben. Dies zeichnete den turnenden Präsidenten auch an den beiden vorigen «Megas» aus, als er das Amt des OK-Präsidenten ausübte. Nun im zweiten Glied angekommen, war er am Freitag nach dem offiziellen Eröffnungakt aber recht kurz angebunden und schien sich nicht schnell genug vom Acker machen zu können. Der Grund ist einfach: Die graue Eminenz der Gewerbeausstellung musste schleunigst wieder an seinen Stammplatz im Kommandobunker zurückehren. In seinen geheimen Gemächern innerhalb des OK-Büros, umgeben von Chronomatrix, Fluchtwegplan und Aufgebotslisten, hatte Feldweibel Röthing wohl bereits Heimatgefühle entwickelt. Heimweh dürfte ihn befallen haben, sobald er seinen Arbeitsplatz für eine Minute verliess. Richtig entspannt war Röthing erst wieder mit dem Funk der Security-Firma im Ohr, den er minutiös protokollierte. Und mit dem konstanten Klimpern der Münzen, die Fourier Markus Chrétien gleich nebenan ins Sparschwein fallen liess – schliesslich zählt jeder Rappen, den Lösli-Königin Susanne Strub und ihre Truppen eintreiben. Röthing machte denn auch nach Arbeitsschluss am Samstag um 3 Uhr morgens nur einen Power-Nap und sass um 7 Uhr wieder am Platz. Er wird den Bunker auch während der Tage des Abbaus nicht verlassen. Bis weisser Rauch aufsteigt.
Wie so vieles an dieser Ausstellung war auch das Entsorgungskonzept vorbildlich. Pet, Glas, Restmüll und Kompostierbares wurden separat gesammelt und so weit wie möglich der Wiederverwertung zugeführt. Wie genau es die Gäste der «Mega» mit dem Trennen genommen haben, ist noch nicht abschliessend bekannt. Ebenso wenig, was alles in den – «biologiosch abbaubar» beschrifteten Biotonnen gelandet ist. Fioschknusperli-Reste vielleicht?