Pümpin-Stiftung zieht es nach Basel
30.06.2023 GelterkindenSitzverlegung infolge Wechsel im Vorstand
Die Fritz-Pümpin-Stiftung fördert seit Jahren das Andenken an den grossen Baselbieter Kunstmaler und Archäologen. 2024 soll es eine grosse Ausstellung in Gelterkinden geben. Momentan lässt aber etwas anderes aufhorchen: Der ...
Sitzverlegung infolge Wechsel im Vorstand
Die Fritz-Pümpin-Stiftung fördert seit Jahren das Andenken an den grossen Baselbieter Kunstmaler und Archäologen. 2024 soll es eine grosse Ausstellung in Gelterkinden geben. Momentan lässt aber etwas anderes aufhorchen: Der «Umzug» der Stiftung nach Basel. Das steckt dahinter.
Paul Aenishänslin
Bisher war die Fritz-Pümpin-Stiftung bei der Kanzlei «Baader Rechtsanwälte» in Gelterkinden domiziliert. Da Michael Baader aber aus dem Stiftungsrat ausgetreten ist, hat sich eine neue Situation ergeben. Fortan ist die Stiftung an der Adresse von Reto Jagher Pümpin, dem Präsidenten der Stiftung, in Basel beheimatet. Er ist der Schwiegersohn von Volkmar Pümpin – Sohn von Fritz Pümpin und Vizepräsident der Stiftung.
Der Zweck der Stiftung wird in den Statuten und auf der Website so beschrieben: «Zweck ist es, das künstlerische und archäologische Schaffen des Kunstmalers Fritz Pümpin zu bewahren, lebendig zu halten und zum Beispiel durch Ausstellungen weiteren Bevölkerungskreisen bekannt und zugänglich zu machen.»
Volkmar Pümpin sagt, dass im April kommenden Jahres eine Pümpin-Ausstellung im «Jundt-Huus» in Gelterkinden geplant ist. Diese hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr, zum 50. Todestag seines Vaters, stattfinden sollen. Sie musste wegen der Pandemie aber verschoben werden. Es sollen Pümpin-Bilder aus dem Bestand der Stiftung sowie aus dem Fundus der Familie präsentiert werden. Ausserdem sollen bei der Gemeinde Gelterkinden verwahrte persönliche Andenken des Künstlers gezeigt werden.
Bald ein Fritz-Pümpin-Museum?
Fritz Pümpin kann als Baselbieter Impressionist bezeichnet werden. Er hat unzählige Ölbilder von Landschaften, Dorfansichten und Personen im 20. Jahrhundert geschaffen – ähnlich wie seine französischen Seelenverwandten Claude Monet, oder Édouard Manet im 19. Jahrhundert.
Wäre es vielleicht sogar an der Zeit, in Gelterkinden ein Museum für einen der grössten Oberbaselbieter Künstler zu eröffnen, das neben ständigen Exponaten auch Wechselausstellungen thematischer Art durchführen könnte? Volkmar Pümpin fände das eine «sehr gute» Idee. Sie sei bisher «leider» noch nie richtig thematisiert worden. Auf alle Fälle wäre die Fritz-Pümpin-Stiftung bereit, sich an der Schaffung eines solchen Pümpin-Museums zu beteiligen, wobei der Hauptteil der Finanzierung aus anderen Quellen aufzubringen wäre. Werke und Andenken an Fritz Pümpin würde die Stiftung als Leihgaben zur Verfügung stellen.
Als Zwischenschritt wäre die Gründung eines Fritz-Pümpin-Vereins denkbar, der dann als Träger des Museums infrage kommen könnte, meinen seine Nachkommen. Ob es jemals dazu kommt, bleib vorerst aber offen.