Gemeinderat weiterhin auf Sparkurs
16.12.2022 Gemeinden, Titterten, WirtschaftLandwirte wehren sich gegen höheren Wasserzins
Hauptthema der «Gmäini» in Titterten war das Budget 2023 mit Ausgaben von 2,34 Millionen Franken und einem Defizit von knapp 80 000 Franken. Alle Traktanden wurden genehmigt. Gegen die Erhöhung des Wasserzinses gab es ...
Landwirte wehren sich gegen höheren Wasserzins
Hauptthema der «Gmäini» in Titterten war das Budget 2023 mit Ausgaben von 2,34 Millionen Franken und einem Defizit von knapp 80 000 Franken. Alle Traktanden wurden genehmigt. Gegen die Erhöhung des Wasserzinses gab es Opposition.
Paul Aenishänslin
In Vertretung der erkrankten Gemeindepräsidentin Verena Heid konnte Vize Remo Frey vorgestern 36 Stimmberechtigte zur Budget-«Gmäini» begrüssen. Der Voranschlag für das kommende Jahr sieht Ausgaben von 2,374 Millionen Franken und ein Defizit von 70 277 Franken vor. Der Gemeinderat habe beim Budget, wo immer möglich, Sparmassnahmen ergriffen, hiess es. Die Möglichkeiten dazu würden aber von Jahr zu Jahr kleiner. Im kommenden Jahr werden die Preissteigerungen im Energiesektor und an der Zinsfront zu höheren Kosten führen.
Viel zu reden gab die vom Gemeinderat vorgeschlagene Erhöhung des Wasserzinses von 3 auf 4 Franken pro Kubikmeter. Die Steigerung um einen Drittel missfiel den Landwirten, die Grossverbraucher von Wasser sind. Sie schlugen vor, künftig auch das Brunnenwasser dem Wasserzins zu unterwerfen, um mehr Einnahmen in der Wasserrechnung zu schaffen, die im laufenden Jahr bereits mit einem Defizit von 2500 Franken abschliessen wird. Dieser Antrag wurde allerdings nicht gebilligt. Schliesslich wurde die Erhöhung des Wasserzinses grossmehrheitlich mit zwei Gegenstimmen genehmigt.
Bei den einzelnen Ausgabenposten sticht neben der Bildung der Bereich Umweltschutz und Raumordnung heraus, der Ausgaben von rund 286 000 Franken und Einnahmen von ungefähr 247 000 Franken vorsieht. Denn es sind unter anderem Kanalspülungen für das Abwasser geplant, die nur alle paar Jahre stattfinden.
Das Investitionsbudget 2023 sieht Ausgaben von rund 1 Million Franken und Einnahmen von 808 700 Franken vor. Der grösste Posten betrifft die Erschliessung Ebnetweg mit Ausgaben von 515 000 Franken. Der Steuerfuss für natürliche Personen wird auf 65 Prozent der Staatssteuer belassen, derjenige für juristische Personen beträgt neu 55 Prozent der Staatssteuer. Nach Diskussion wurde das Budget von den anwesenden Stimmberechtigten bei einer Gegenstimme genehmigt.
Bericht über Personalwechsel
Anschliessend kam es zur Vorstellung des Finanzplans 2023–2027 durch Finanzvorstand und Gemeindevizepräsident Remo Frey. Der Finanzplan sieht für diese fünf Jahre Investitionen von gesamthaft 3,1 Millionen Franken vor, besonders im Bereich Verkehr (Erschliessung «Ebnet» sowie «Zwiller-Baumgarten»). Zu reden gab der Bericht der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission über die vielen personellen Wechsel in der Verwaltung, die jüngst stattgefunden haben. Dem Gemeinderat wird darin attestiert, im Interesse der Gemeinde gehandelt und die Regeln eingehalten zu haben, die bei der Anstellung des Gemeindepersonals gelten.
Schliesslich kam es zu 13 Ehrungen, die unter anderem den abtretenden Feuerwehrkommandanten und seinen Stellvertreter betrafen, die beide 12 Jahre im Amt gewesen waren. Auch kam es zur Ehrung des 16-jährigen Bénédikt Germann, der 2022 Schweizer Junioren-Meister im Boxen geworden ist (siehe Seite 9).
