Marabu wird später eröffnet und teurer
17.11.2022 Bauprojekte, GelterkindenLieferengpässe betreffen auch die Renovation des Kulturzentrums
Eigentlich hätte die Renovation des Marabu Ende Januar beendet sein sollen. Nun allerdings teilt die Stiftung hinter dem Gelterkinder Kulturzentrum mit, dass sich die Eröffnung um zwei Monate verzögert. Auch kommt es zu ...
Lieferengpässe betreffen auch die Renovation des Kulturzentrums
Eigentlich hätte die Renovation des Marabu Ende Januar beendet sein sollen. Nun allerdings teilt die Stiftung hinter dem Gelterkinder Kulturzentrum mit, dass sich die Eröffnung um zwei Monate verzögert. Auch kommt es zu Mehrkosten. Mit ein Grund dafür seien die globalen Lieferprobleme.
Janis Erne
Die Renovation des Marabu zieht sich in die Länge. Vorgestern gab die Stiftung hinter dem Gelterkinder Kulturzentrum bekannt, dass die Eröffnung erst am 17. März kommenden Jahres stattfinden kann – und nicht bereits Ende Januar wie ursprünglich angekündigt. «Der Grund dafür ist unter anderem die geopolitische Lage», sagt Hans Buser, Marabu-Stiftungsratspräsident. Der Ukrainekrieg und die «Null-Covid»-Politik der chinesischen Regierung führen seit geraumer Zeit weltweit zu Lieferverzögerungen. «Beinahe alle Baumaterialien sind betroffen», sagt Buser, der den Umbau des Marabu seit dem Start im März begleitet.
Das Kulturzentrum wird derzeit von Grund auf erneuert (die «Volksstimme» berichtete). Künftig wird es deutlich mehr Komfort für das Publikum sowie für die Künstlerinnen und Künstler bieten. «Beim Umbau eines alten Gebäudes besteht immer das Risiko von Verzögerungen», so Buser. «Wir haben bis zuletzt gehofft und alles probiert, um den geplanten Eröffnungstermin am Wochenende vom 27. bis 29. Januar einhalten zu können.» Leider habe es schliesslich nicht gereicht. Auch, weil mehrere Decken im Gebäude unplanmässig verstärkt werden mussten.
Es kommt zu Mehrkosten
Bereits im vergangenen März war klar, dass das ganze Dach über dem Kinosaal des Marabu wegen Einsturzgefahr erneuert werden muss. «Unter dem Strich sind dadurch Mehrkosten von 300 000 Franken entstanden», sagt Buser. Die Verwerfungen an den Märkten, aber auch weitere Überraschungen am Bau hätten schliesslich zu weiteren Kostensteigerungen im Umfang von 100 000 Franken geführt. Die Stiftung rechnet aktuell mit Sanierungskosten von 3,75 Millionen Franken.
Die Finanzierung dieser umfangreichen Renovation teilen sich Private und die öffentliche Hand. Der Kanton Baselland sowie verschiedene Gemeinden rund um Gelterkinden kommen für zwei Drittel der Kosten auf. Mehr als 1 Million Franken sind Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen. Noch offen sind 300 000 Franken. Für die Deckung dieses Betrags ist die Marabu-Stiftung aktuell auf der Suche nach weiteren Spenderinnen und Spendern (siehe Kasten).
Geldgeberinnen und Geldgeber wie auch Kulturbegeisterte erwartet Mitte März ein feierlicher Eröffnungsakt. Regierungsrätin und Kulturdirektorin Monica Gschwind habe bereits ihre Zusage gegeben, dann auch vor Ort zu sein, wie Stiftungsratspräsident Buser sagt. Nach Ostern soll schliesslich der reguläre Kulturbetrieb mit Konzerten, Filmaufführungen, Lesungen und weiteren Anlässen aufgenommen werden.
Es sind weitere «Stars for Marabu» zu vergeben
je. Die Stiftung «Marabu – Kulturzentrum für das Oberbaselbiet» ist auf der Suche nach weiteren privaten Spenderinnen und Spendern. 300 000 von 3,75 Millionen Franken, welche die Renovation kostet, sind noch offen. Personen oder Unternehmen können noch bis Ende Monat einen «Star for Marabu» ergattern: Für eine Spende ab 5000 Franken erhalten sie einen persönlich gravierten Stern im Boden des neuen Foyers (siehe Visualisierung). Dessen Grösse variiert je nach Höhe der Spende. 32 solcher Sterne sind bereits vergeben. Willkommen sind auch Objektspenden für die Einrichtung des neuen Kulturzentrums. Interessierte können sich bei der Stiftung melden. Am Samstag, 26. November, wartet das Marabu zudem mit einem Stand am Gelterkinder Adventsmarkt auf.


