Feldschiessen
28.05.2022 GesellschaftWer verteidigungsbereit ist, wird weniger angegriffen
Im Juni findet wiederum das Eidgenössische Feldschiessen statt. Kürzlich fiel mir ein älteres GEO-Heft (Februar 2008) in die Hände mit einem Artikel über das Feldschiessen von 2007. ...
Wer verteidigungsbereit ist, wird weniger angegriffen
Im Juni findet wiederum das Eidgenössische Feldschiessen statt. Kürzlich fiel mir ein älteres GEO-Heft (Februar 2008) in die Hände mit einem Artikel über das Feldschiessen von 2007. Interessant ist der Vergleich von damals mit der Gegenwart.
Damals wollte die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) das Militär abschaffen, andere wollten die Militärausgaben auf ein Minimum reduzieren. Und vor allem wollte man keine Waffen mehr zu Hause haben. In Europa war es friedlich geworden, viele wollten von Landesverteidigung nichts mehr wissen.
Das Aufbewahren der Waffen von Wehrpflichtigen daheim wurde kritisiert: Ein Gewehr gehöre nicht in einen Kleiderschrank oder auf den Estrich, sondern in einen Waffenschrank. Auch das sportliche Schiessen hatte einen immer schwereren Stand: Wohnquartiere rückten näher an die Schiessstände heran, die Grundstückpreise dort waren billig – wegen des Schiesslärms. Aber irgendwann musste der Schiessstand trotzdem weichen. Beispiel: Allschwiler Weiher.
Seit der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, hat jedoch wieder ein Umdenken über das Militär und die Landesverteidigung stattgefunden. Jedermann sucht wieder Sicherheit und Schutz, die Waffenverkäufe haben zugenommen, die Schützenvereine haben wieder Mitgliederzuwachs.
Die Schweizer Bevölkerung hatte bis jetzt ein gutes Leben und möchte das auch in Zukunft haben. Die Verteidigungsbereitschaft nimmt wieder zu, um potenzielle Angreifer abzuschrecken. Vielleicht nehmen auch die Teilnehmerzahlen am diesjährigen Eidgenössischen Feldschiessen wieder zu, als kleiner Beitrag zur Verteidigungsbereitschaft der Schweizer Armee.
Denn, wie Friedrich von Schiller vor langer Zeit, sinngemäss, sagte: Niemand kann in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ich bin der Überzeugung: Wer verteidigungsbereit ist, wird weniger angegriffen.
Monika Hotz, Sissach
