Feier zum 30-jährigen Bestehen des Ortsmuseums
Am Jubiläumsanlass zum 30. Geburtstag des Lausner Ortsmuseums nannte Kommissionspräsident Thomas Bühler die Institution ein «Goldstück» für die Bevölkerung. Mit der Verabschiedung von Langzeitpräsident Georg Schmid ist der ...
Feier zum 30-jährigen Bestehen des Ortsmuseums
Am Jubiläumsanlass zum 30. Geburtstag des Lausner Ortsmuseums nannte Kommissionspräsident Thomas Bühler die Institution ein «Goldstück» für die Bevölkerung. Mit der Verabschiedung von Langzeitpräsident Georg Schmid ist der Veranstaltung eine feierliche Note verliehen worden.
Willi Wenger
Der Gemeindesaal von Lausen war am Freitag Schauplatz der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Ortsmuseums Lausen. Der Anlass stellte einerseits einen Rückblick auf die Zeit bis zur Gründung des Museums dar, andererseits wurde der langjährige Präsident Georg Schmid, die «Seele» des Museums, vom Gemeinderat wie von der Kommission verabschiedet.
Gemeindepräsident Peter Aerni, Departementschef Jan Wittlin wie Kommissionspräsident Thomas Bühler würdigten Schmid. Wittlin bezeichnete ihn als «sehr menschlich» und einen, der über ein profundes Fachwissen verfüge. Dass er seit Ende der 1990er-Jahre Hunderte, wenn nicht Tausende Stunden im Museum verbracht hatte, erwähnte der Kulturchef im Gemeinderat natürlich auch.
Bühler sagte zur einstigen Sigristenscheune, dass diese für ihn ein «Goldstück» darstelle. «Ja, für mich, lieber Georg, ist das ein Goldstück allererster Güte», lobte er den ehemaligen Kommissionspräsidenten. Dieser war seit 1999 im Amt. Schmid habe, so Bühler, mit seinem Team über hundert Ausstellungen realisiert und so auch Lausen zu überkommunaler Strahlkraft verholfen. Diese waren im Grossen und Ganzen kostengünstig. Schmid sei es im Speziellen gewesen, der kreativ und mit vielen Eigenleistungen gewirkt habe. Dank des Museums bleibe eine Art «Gedächtnis des Dorfs» der Nachwelt erhalten.
Ein Filmporträt über die Geschichte ergänzte den gelungenen Abend. Kurt Mohler, der weit über einen Monat Arbeit in dieses Werk investiert hatte, zeigte auf, wie sich Lausen seit der Gründerzeit mit Schwerpunkt auf das vergangene Jahrhundert entwickelt hat. Natürlich kam die Museumseröffnung vom 2. November 1990 im Film nicht zu kurz.
Mohler informierte aber auch darüber, dass etwa im Jahr 1934 in Lausen noch 43 Bauern tätig waren. Aus einer Vielzahl von Ausstellungen erwähnte er unter anderem jene der «Römer in Lausen», «Lause läbt», «Lausen in 1728 Bildern», «Rechnende Zahnräder» oder «D Lausner Wirtshäuser». Georg Schmid ergänzte, dass vor der Eröffnung des Museums die Vorlaufzeit mindestens zehn Jahre gedauert habe und alt Gemeindepräsident Heinz Furrer die treibende Kraft hinter dem Projekt gewesen sei. Mit einem Schmunzeln hielt er zudem fest, dass er die Zeit als Präsident fast immer genossen habe.