Wo bleibt da nur der Heimatschutz?
Es stimmt einen schon sehr nachdenklich, wenn man heute den Neubau des Bahnhofs Waldenburg anschaut. Was für ein schrecklicher Bau! Das Ganze gleicht schon eher einem Zementwerk oder einer ...
Wo bleibt da nur der Heimatschutz?
Es stimmt einen schon sehr nachdenklich, wenn man heute den Neubau des Bahnhofs Waldenburg anschaut. Was für ein schrecklicher Bau! Das Ganze gleicht schon eher einem Zementwerk oder einer Kehrichtverbrennungsanlage.
Wie kann so etwas vom Denkmal- und Landschaftsschutz Baselland nur bewilligt werden? Unglaublich! Für die einfache Bevölkerung ist es einfach absolut unverständlich, dass das alte Bahnhofsgebäude einem so schrecklichen Neubau weichen musste. Für die täglich ein- bis zweihundert Zugpassagiere im neuen Bahnhof hätte bestimmt eine wesentlich einfachere, aber freundlichere Bauweise gereicht, inklusive Reparaturwerkstatt, vor allem bei so hohen Baukosten.
Wenn heute jemand an einem älteren Wohnhaus ein Dachfenster einbauen möchte, hat er die grösste Mühe, eine Bewilligung zu erhalten. Aber so ein markanter Schandfleck, der für die nächsten 100 Jahre den Dorfeingang Waldenburgs verunstaltet, wird erlaubt. Und das Ganze zu Baukosten von rund 35 Millionen Franken. Dafür gibt es wirklich keine Entschuldigung.
Waldenburg, ein historisches Städtchen sondergleichen, ja, gar einmalig in der Nordwestschweiz. Wie konnte da nur eine derartige Fehlplanung erfolgen? Leider nur ein weiterer grosser Fehler vom WB-Neubau, aber mit Sicherheit nicht der letzte – nach dem Motto: «Mir wei luege.»
Paul Eschbach, Diegten