«Rund 1600 Mitarbeitende bis zum Jahr 2026»
16.11.2021 BubendorfBachem-CEO Thomas Meier weist auf grosses Wachstum am Hauptsitz hin
Die Firma Bachem will in den nächsten Jahren mit der Herstellung komplexer pharmazeutischer Wirkstoffe rasch grösser werden. Dies erklärte CEO Thomas Meier im Interview nach der Grundsteinlegung des neuen ...
Bachem-CEO Thomas Meier weist auf grosses Wachstum am Hauptsitz hin
Die Firma Bachem will in den nächsten Jahren mit der Herstellung komplexer pharmazeutischer Wirkstoffe rasch grösser werden. Dies erklärte CEO Thomas Meier im Interview nach der Grundsteinlegung des neuen Produktionsgebäudes.
André Frauchiger
Herr Meier, was bedeutet der Tag mit der Grundsteinlegung des bisher grössten Produktionsgebäudes von Bachem in Bubendorf für Sie – auch emotional?
Thomas Meier: Es ist das Resultat der guten Arbeit der Bachem in den vergangenen fünfzig Jahren. Der heutige Tag zeigt die guten wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven für Bachem und den Standort Bubendorf. Schön ist auch, dass der Anlass mit dem Zukunftstag zusammenfällt. Ein neues Gebäude für Bachem und die Zukunft – darum geht es.
Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr werden nach Inbetriebnahme des neuen Produktionsgebäudes in Bubendorf arbeiten?
Es werden im Gebäude zunächst rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, nach einem weiteren Ausbauschritt im neuen Produktionsgebäude sogar bis zu 300.
Sie haben weitere Ausbaupläne am Standort Bubendorf. Welche?
Ja, auf dem bisherigen Tiba-Gelände auf der anderen Strassenseite mietet Bachem Raum von der Breiten Immobilien AG. Diese baut ein Bürogebäude für bis zu 400 zusätzliche Mitarbeitende sowie ein weiteres grosses Parkhaus. Bis zum Jahr 2026 könnten rund 1600 Mitarbeitende in Bubendorf arbeiten.
Sie haben auch die Suche nach einem weiteren Standort in der Nordwestschweiz bekannt gegeben. Wo wird sich dieser befinden, und wie gross wird er werden?
Wir halten für den Standort Bubendorf einen Weiterausbau auf bis zu 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für möglich. Der gesuchte weitere Standort wird ebenfalls für die Produktion von Peptiden und Oligonukleotiden sein. Unsere Präferenz dafür ist die Nordwestschweiz. Wir sind im Gespräch und in Abklärungen mit verschiedenen Kantonen. Von Vorteil wäre natürlich ein möglichst nahe bei Bubendorf gelegener Standort.
Haben Sie schon konkret einen Standort in Aussicht? Und liegen bereits Angebote vor?
Wir haben mehrere Dossiers über mögliche Standorte erhalten. Diese werden bis zum nächsten Jahr eingehend geprüft. Dann werden wir uns entscheiden.
Welche Fläche benötigen Sie an einem neuen Standort?
Wir benötigen bis zu 100 000 Quadratmeter. Dabei ist auch entscheidend, wie hoch gebaut werden darf und welche Infrastrukturen bereits zur Verfügung stehen.
Wie sieht die Kernproduktion von Bachem in Zukunft aus? Bleiben Sie beim Bisherigen?
Ja, wir werden uns auch in Zukunft schwerpunktmässig auf die beiden Produktionsbereiche Peptide und Oligonukleotide konzentrieren. Übrigens: Wir sind bereits heute Weltmarktführer bei den Peptiden, bei den Oligonukleotiden wollen wir weltweit unter die ersten drei Hersteller.
Sind Sie für die Zukunft optimistisch?
Ja, in den nächsten fünf Jahren wollen wir unseren Umsatz im Durchschnitt um jährlich 15 Prozent steigern. Natürlich gibt es Unwägbarkeiten, aber wir sind optimistisch. Auch in den beiden letzten Jahren waren wir trotz Corona-Pandemie sehr erfolgreich. Dies insbesondere dank unseres Bachem-Teams. Klar, Corona war auch für uns eine Herausforderung, wir mussten den Betrieb aufrechterhalten. Das ist uns aber gut gelungen. Die Umsatzentwicklung hat wenig mit Corona zu tun. Zwar entwickelte sich die Einführung einiger neuer Medikamente wegen Corona schleppender und wir haben wegen der Pandemie das Narkosemittel Propofol verstärkt produziert. Aber die meisten unserer Produkte legten unabhängig davon zum Teil deutlich zu.
Was sagen Sie heute den Behörden und der Bevölkerung von ?
Wir sind froh, dass wir in Bubendorf eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden und der Bevölkerung haben. Wir wollen uns auch in den nächsten Jahren für eine gute Partnerschaft einsetzen. Die Bachem will im Dorf und in der Gesellschaft weiterhin gut eingebettet sein.

