Bern | Gastrosuisse will eine Volksinitiative «Gerechte Entschädigung im Pandemiefall» lancieren. Das kündigte der Verband gestern vor den Medien an. Er kritisiert die Härtefallmassnahmen von Bund und Kantonen. «Die Corona-Krise zeigte deutlich, dass ...
Bern | Gastrosuisse will eine Volksinitiative «Gerechte Entschädigung im Pandemiefall» lancieren. Das kündigte der Verband gestern vor den Medien an. Er kritisiert die Härtefallmassnahmen von Bund und Kantonen. «Die Corona-Krise zeigte deutlich, dass die Schweizer Politik und Gesetzgebung nicht auf eine so lang anhaltende Notsituation vorbereitet war», sagte CVP-Nationalrat Alois Gmür (Mitte/SZ) an einer Medienkonferenz von Gastrosuisse in Bern. Die Regierung habe einige Branchen, darunter die Gastronomie, der Volksgesundheit geopfert. Die Behörden hätten im Epidemiengesetz zwar eine Grundlage, strenge Massnahmen zum Schutz der Volksgesundheit zu ergreifen. Einen Anspruch auf Entschädigung gebe es für die betroffenen Betriebe und Mitarbeitenden jedoch nicht, sagte Gmür. «Branchen wie der Sport und die Kultur und vor allem das Gastgewerbe sind stark von der Krise betroffen», sagte Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer. Es liege auf der Hand, dass jene Branchen, die in dieser Krise ein Sonderopfer erbrächten, angemessen entschädigt würden. Im Rahmen der Härtefall-Regelung habe der Bundesrat zwar 10 Milliarden Franken gesprochen. Bei den Betroffenen sei bis heute aber nur ein Bruchteil davon eingetroffen. sda.