Die Sportanlage Bifang kann saniert werden
11.09.2020 Bezirk Liestal, Gemeinden, LausenGemeindeversammlung genehmigt alle drei Sachgeschäfte
Hauptgeschäft an der Gemeindeversammlung von Lausen war die Sanierung der Sport- und Freizeitanlage Bifang für 2,55 Millionen Franken. Nach kurzer Diskussion genehmigten die Stimmberechtigten das Traktandum mit grossem ...
Gemeindeversammlung genehmigt alle drei Sachgeschäfte
Hauptgeschäft an der Gemeindeversammlung von Lausen war die Sanierung der Sport- und Freizeitanlage Bifang für 2,55 Millionen Franken. Nach kurzer Diskussion genehmigten die Stimmberechtigten das Traktandum mit grossem Mehr.
Paul Aenishänslin
Der Lausner Gemeindepräsident Peter Aerni konnte am Mittwochabend 59 Stimmberechtigte in der Mehrzweckhalle Stutz begrüssen. Das von der Gemeinde vorbereitete Covid-Schutzkonzept wurde eingehalten. Auf der Traktandenliste standen drei gewichtige Sachgeschäfte: Erstens ging es um die «Mutation Gewässerraum» zum Zonenplan Siedlung der Einwohnergemeinde. Dieses Vorhaben wurde nach kurzer Diskussion einstimmig verabschiedet. Zweitens wurde eine Teilrevision des Zonenplans und des Zonenreglements Siedlung vorgestellt, ohne dass dazu gross das Wort verlangt wurde. Dieser Punkt der Tagesordnung passierte mit zwei Enthaltungen.
Hauptgeschäft war drittens die Sanierung der 1975 bis 1979 erstellten Sport- und Freizeitanlage Bifang für 2,55 Millionen Franken, dies vollumfänglich zulasten der Einwohnergemeinde. Die Arbeiten sollen nach dem Nordwestschweizerischen Schwingfest im Juni 2021 beginnen und im Frühling 2022 abgeschlossen werden.
Es sind acht Sanierungsprojekte unterschiedlicher Grösse vorgesehen, die das Hauptfeld betreffen, eine Neuanlage der Tribüne, der Laufbahn und des Allwetterplatzes, die Sanierung der Finnenbahn, des Kinderfussplatzes und der Fuss- und Velowegverbindungen, sowie die Erneuerung der Ausstattung und der Sportgeräte.
Vereine müssen nichts beisteuern
In der Diskussion kamen insbesondere folgende Punkte zur Sprache: Warum wurde kein Kunstrasen vorgesehen? Dies begründete der Gemeinderat mit dem Grundwasserproblem. Auch wollten die Anwesenden wissen, weshalb kein Gesuch an den Swisslos-Fonds vorgesehen ist. Dies sei deshalb der Fall, da der Schwerpunkt auf einer Sanierung und nicht auf einer eigentlichen Neuanlage liegt. Und zuletzt interessierte die Stimmberechtigten, ob nicht eventuell Schallschutzwände gegen die Umfahrungsstrasse A22 installiert werden müssten. Dieser Prüfungsantrag scheiterte mit 24 zu 22 Stimmen.
Die Vereine, die den Sportplatz nutzen, werden nicht zur Kasse gebeten, da sie mit ihrem Angebot einen wesentlichen Beitrag zur sportlichen Betätigung von Kindern und Erwachsenen leisten. In der Schlussabstimmung passierte dieses Geschäft mit 55 Ja, 3 Enthaltungen und nur einer Gegenstimme.
Keiner der Stimmberechtigten äusserte Bedenken, das Sanierungsprojekt sei zu teuer. Wie Gemeindeverwalter Thomas von Arx schon vor der Versammlung erklärt hat, kann sich die Gemeinde Lausen, die rund 5400 Einwohner zählt und deren Jahresbudget um die 20 Millionen Franken liegt, ein derartiges Sanierungsprojekt von etwa 2,5 Millionen ohne Weiteres leisten. Denn es müsse erst in 40 Jahren abgeschrieben werden, was einer jährlichen Belastung von etwas über 60 000 Franken entspricht.
Unter «Verschiedenem» warnte eine Stimmbürgerin vor den Gefahren der Mobilfunk-Strahlung, derer sich die Gemeinde annehmen sollte. Und ein Stimmbürger fand, dass der Schulweg für Kindergartenschüler verbessert werden sollte, die eine gefährliche Kreuzung mit viel Verkehr überqueren müssten, um heil zum Kindergarten zu gelangen. Auch diese Frage ist die Gemeinde bereit zu prüfen, wie der Gemeindepräsident ausführte. Er konnte die Sitzung bereits nach etwas über einer Stunde schliessen. Fazit: Eine harmonisch verlaufene Gemeindeversammlung einer Baselbieter Gemeinde, die offensichtlich gut unterwegs ist.

