Grüne und weibliche Zukunft
Wenn ich im Sommer an den Horizont schaue und sehe, wie sich rabenschwarze Wolken eines herannahenden Gewitters türmen, beschleicht mich jeweils ein mulmiges Gefühl. Es windet stark, die Spannung in der Atmosphäre steigt ...
Grüne und weibliche Zukunft
Wenn ich im Sommer an den Horizont schaue und sehe, wie sich rabenschwarze Wolken eines herannahenden Gewitters türmen, beschleicht mich jeweils ein mulmiges Gefühl. Es windet stark, die Spannung in der Atmosphäre steigt wie die Anspannung bei mir.
Ein sehr ähnliches Gefühl habe ich, wenn ich in der Zeitung Meldungen von aussergewöhnlichen Klimaereignissen, ertrinkenden Kindern und den alten, streitenden Männern lese. Es braut sich was zusammen. Klein bin ich und mein Einfluss ist beschränkt. Vor dem Gewitter ziehe ich mich in den Schutz des Hauses zurück, schliesse die Tür. Als Wähler kann ich meinen Stimmzettel ausfüllen und hoffen, dass das Pendel in eine konstruktivere Richtung ausschlägt. Diese Richtung muss grün und weiblich sein.
Ich beneide Maya Graf nicht um ihren Job, den sie noch mit einem Lächeln schafft. Danke für das Genmoratorium und 18 Jahre «Gekifel» um Vaterschaftsurlaub, fairen Handel, Bienenschutz und Glyphosatverbot. Schicken wir sie am 20. Oktober ins «Stöckli»!
Jonas Epple, Sissach