Gedanken zum Wahljahr
05.02.2019 WirtschaftUnfreie Marktwirtschaft
Replik auf den Leserbrief «Eine Chance zu echter Veränderung» in der «Volksstimme» vom 29. Januar, Seite 8
In der Propaganda der grünen (und roten) Parteien generell, hier aber durch die Biobäuerinnen ...
Unfreie Marktwirtschaft
Replik auf den Leserbrief «Eine Chance zu echter Veränderung» in der «Volksstimme» vom 29. Januar, Seite 8
In der Propaganda der grünen (und roten) Parteien generell, hier aber durch die Biobäuerinnen unserer Umgebung, werden Dinge postuliert, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Der Klimawandel sei apokalyptisch, könne durch die «freie Marktwirtschaft» niemals gelöst werden. Was die vielen Vulkanausbrüche der letzten 20 Jahre oder die vor sich gehende Änderung des Erdmagnetfelds bewirken, interessiert niemanden (macht halt kein Geld locker). Die Schweiz sei so enorm reich, dass man bitte Klima-Milliarden im Ausland verbraten und sich selbst kasteien soll. Um all dies zu erreichen, müsse man eben die Grünen wählen.
Gedankenloser und gegensätzlicher geht es fast nicht mehr. Das Gegenteil von «bio» gibt es nicht, denn alles, was man seit 10 000 Jahren verspeist hat, war wie der Mensch selbst «biologisch». Den Gegensatz sieht man im englischen Sprachgebrauch am besten, wo man für «bio» «organic» sagt. Das Gegenteil ist also «anorganic». Isst denn jemand dort Plastik?
Die «freie Marktwirtschaft» müsse weg. Also wollen diese zu Wählenden eine «unfreie», was nichts anderes als staatliche Planwirtschaft bedeutet. Es ist weiter nicht verwunderlich, dass Mitglieder dieser Parteien solches propagieren, denn sie stehen selbst bereits knietief in den Fehlanreizen dieses staatlich bezahlten und beförderten «Planungswunders». Die Endphase der Visionen dieser Parteien mündet leider in Zuständen, wie wir sie von der DDR kannten, aber gerade auch jetzt in Venezuela, Kuba, Nordkorea und sogar in der EU ablesen können: Zentralistische Interessen-Autokratien. Auch unser Staat hat ja kein eigenes Geld. Er nimmt es sich von den Steuern der Privatwirtschaft und deren Mitarbeitenden. Hinzu kommen die stetig wachsenden Lenkungssteuern, Gebühren und Abgaben aller Konsumenten. Diese Abschöpfung wird zweifelsohne viel leichter gehen in einer «gewollt unfreien», staatlich gelenkten und subventionierten Gesellschaft.
Tatsächlich, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, seht genau hin, wen ihr wählt, aber nicht im Sinne der Parolen unserer Biobäuerinnen.
Jakob Speiser, Gelterkinden
