Übung verunsichert Einwohner
Zwei Kampfjets der Schweizer Luftwaffe sind vergangenen Freitagmorgen in tiefer Flughöhe über Teile des Oberbaselbiets gedonnert. Sie haben ein kleineres Flugobjekt verfolgt. Darüber berichten Einwohner insbesondere aus Rünenberg und ...
Übung verunsichert Einwohner
Zwei Kampfjets der Schweizer Luftwaffe sind vergangenen Freitagmorgen in tiefer Flughöhe über Teile des Oberbaselbiets gedonnert. Sie haben ein kleineres Flugobjekt verfolgt. Darüber berichten Einwohner insbesondere aus Rünenberg und Oltingen. Armeesprecher Daniel Reist bestätigt gegenüber der «Volksstimme» einen entsprechenden Einsatz. Doch besteht kein Grund zur Sorge: Es habe sich lediglich um eine luftpolizeiliche Übung gehandelt. Die zwei Jets der Luftwaffe folgten dabei einem kleinen Propellerflugzeug.
Über solche Übungen werden die Gemeinden im betroffenen Gebiet im Vorfeld nicht informiert. Bestimmte Flugräume stünden der Luftwaffe hierfür zur freien Verfügung, erklärt Reist.
Airbus im Blindflug über Alpen
Der Einsatz im Oberbaselbiet diente zwar nur zu Trainings-Zwecken, doch das Szenario war durchaus realis tisch. Wie Sprecher Reist sagt, sei erst vor knapp zwei Wochen ein britischer Airbus über das halbe Land geflogen, ohne mit den Lotsen in Zürich in Kontakt zu stehen. Als wäre der Flug über die Alpen nicht aufregend genug, kamen die Passagiere bei diesem Zwischenfall in den Genuss eines weiteren Spektakels. Denn wegen des Blindflugs stiegen Angehörige der Schweizer Armee mit zwei «Hornets» in die Höhe und begleiteten die Passagiermaschine über den Gotthard. Sie gaben den britischen Piloten per Handzeichen zu verstehen, dass sie den Funkkontakt suchen müssten.
Hätte das Problem nicht kommunikativ gelöst werden können, hätte die luftpolizeiliche Aufgabe im Extremfall darin bestanden, «das Flugzeug mittels Flugmanöver auf den Boden zu bringen», wie Reist ausführt. Die Maschine durfte aber weiterfliegen und wie geplant erst in Italien landen.