Ein Hochsommerlauf im April
24.04.2018 Weitere SportartenLaufsport | Am Lupsinger Lauf bleiben die Rekordzeiten bestehen
vs. 28 Grad und praller Sonnenschein – so hat sich der Lupsinger Lauf am Samstag präsentiert. Das sind nicht gerade Bedingungen, die auf der 12,3 Kilometer langen Strecke mit ihren ...
Laufsport | Am Lupsinger Lauf bleiben die Rekordzeiten bestehen
vs. 28 Grad und praller Sonnenschein – so hat sich der Lupsinger Lauf am Samstag präsentiert. Das sind nicht gerade Bedingungen, die auf der 12,3 Kilometer langen Strecke mit ihren ruppigen Aufstiegen nach Rekordzeiten schreien. So bleibt denn auch der Jackpot bestehen, der für Läufer bereitsteht, welche die Rekorde von Jannis Schönleber und Deborah Büttel unterbieten. Als Sieger gingen Nicolas Collas aus Biel-Benken und Simone Hertenstein aus Liestal hervor. Unbeeindruckt waren sie aber nicht: Beide mussten das Tempo aufgrund der Bedinungen etwas drosseln.
Der Jackpot lebt weiter
Rennen und leiden in der Backofenhitze am Lupsinger Lauf
Tolle Laufstimmung hat am Wochenende im idyllischen Lupsingen geherrscht. Beim Lupsinger Lauf blieben die für die Hauptkategorie geltenden Bestmarken von Jannis Schönleber und Deborah Büttel weiter bestehen.
Lukas Müller
Heiss war es, wirklich heiss für diese Jahreszeit. 28 Grad und praller Sonnenschein. Bei diesem Postkartenwetter, das bekanntlich zum Laufen nicht ideal ist, versammelte sich ein grosses Hauptfeld im Lupsinger Dorfzentrum zum 19. Lupsinger Lauf. Die verschiedenen Kategorien Frauen/Männer 20 bis 70 Jahre starteten gemeinsam auf die 12,3 Kilometer lange Strecke, die mit einigen ruppigen Anstiegen (Züpfen, Schneematt) versehen ist und insgesamt 320 Höhenmeter aufweist. Rockmusik von Polo Hofer, «Led Zeppelin», «Krokus», «Deep Purple», «Creedence Clearwater Revival» und «Beatles» drang gedämpft aus den Boxen bei Start und Ziel.
Unterwegs waren die Positionen früh bezogen. Am Bergpreis kamen der Reihe nach Nicolas Collas, Nuno Valente und Pascal Feierabend vorbei. Bei den Frauen lautete die Reihenfolge Simone Hertenstein vor Laura Abgottspon und Chantal Abgottspon, beide von den bekannten Abgottspon-Drillingen. Je länger das Rennen dauerte, desto mehr zersplitterte das Feld in seine Einzelteile. Als umjubelter Sieger lief schliesslich Nicolas Collas (Biel-Benken) über den Zielstrich, gefolgt von Nuno Valente (Basel).
«Habe auf die Männer geschaut»
«Ich bin zu Anfang gut vorwärtsgekommen. Bis Kilometer sechs lief es mir tipptopp», erklärte der sympathische Sieger. «Ab da musste ich dann Tempo drosseln. Es ging nicht mehr. Der Rest war Fertiglaufen. Ich habe gelitten – ich war wegen einer Verletzung an der Achillessehne ein Jahr lang weg. So bin ich jetzt nicht vorbereitet für solche Temperaturen», bekannte er freimütig. Mit 45:05,8 lag der in Biel-Benken ansässige Läufer denn auch deutlich über der Bestzeit von 42:40, die durch Lokalmatador Jannis Schönleber im vergangenen Jahr aufgestellt worden war.
Bei den Frauen dominierte Simone Hertenstein aus Liestal. Auf dem zweiten Platz landete Chantal Abgottspon (Büren). «Man muss sich sein Rennen bei solchen Bedingungen einfach gut einteilen», erklärte die als Bewegungscoach arbeitende Siegerin. «Da vorne keine Frauen mitliefen, habe ich auf die Männer geschaut.» Auch Hertenstein musste wegen der Hitze bergauf Tempo reduzieren. So kam sie mit ihrer Zeit von 53:20,0 ebenfalls nicht an die Bestmarke von 50:16, die von Deborah Büttel (Riehen) im Jahr 2007 gesetzt wurde, heran.



