BRIEFE
27.02.2018 PolitikGemeindekommission
Eine interessante Persönlichkeit in die Kommission
Es ist eine der Aufgaben einer Partei, immer wieder gute, geeignete Personen für ein Engagement in Sissach und in den Gemeinden des Wahlkreises zu finden und sie zu überzeugen, ...
Gemeindekommission
Eine interessante Persönlichkeit in die Kommission
Es ist eine der Aufgaben einer Partei, immer wieder gute, geeignete Personen für ein Engagement in Sissach und in den Gemeinden des Wahlkreises zu finden und sie zu überzeugen, sich für ein Amt und eine entsprechende Wahl zur Verfügung zu stellen. Nachdem Daniele Rocca unsere Gemeinde (nicht aber den Wahlkreis) verlässt, ist es dem Vorstand der FDP Sissach gelungen, mit Sandra Jenni eine motivierte, intelligente junge Frau für die Ersatzwahlen in die Gemeindekommission zu gewinnen. Es freut mich besonders, dass Sandra Jenni, die noch nicht zum etablierten Sissacher Politkreis gehört, für die Vakanz in der Gemeindekommission kandidiert. Als Zuzügerin kann sie neue, eigenständige Ideen und Sichtweisen in unsere Gemeinde einbringen. Die Rechtsanwältin hat sich gemeinsam mit ihrem Mann ein schönes Familienleben in Sissach aufgebaut. Und als junge, Teilzeit arbeitende Mutter weiss sie, was es heisst, die verschiedenen täglichen Herausforderungen zu meistern. Sie agiert als Vorbild für viele junge Menschen. Deshalb wähle ich überzeugt Sandra Jenni am 4. März in die Gemeindekommission.
Jürg Chrétien, Sissach
«No Billag»
Die einen stimmen überzeugt ab, andere wägen ab
Zum Leserbrief «Warum nicht endlich korrigieren?» in der «Volksstimme» vom 23. Februar, Seite 8
Wenn ich auch gegen die «No Billag»- Initiative gestimmt habe, so sprechen mir die Zeilen von Jakob Speiser irgendwie aus dem Herzen. Wann zeigt es sich denn spätestens, dass es eben kaum jemals Abstimmungsvorlagen gibt, die mit einem Ja oder einem Nein endgültig entschieden sind? Natürlich immer dann, wenn die Abstimmungen vorbei sind. Alle Vorlagen enhalten doch derart viele Details und Konsequenzen, die man eben auch gezielt behandeln müsste. Einige Stimmbürgerinnen und -bürger mögen wohl aus Überzeugung ihr Votum abgeben, andere tun das mit gemischten Gefühlen, wiederum andere kümmern sich überhaupt nicht darum. Und das scheint mir alles begreiflich zu sein. Tatsache ist: Das Leben ist manchmal wie ein Karussell, so auch das politische Engagement: Es geht immer weiter, unter Umständen bis zum Gehtnichtmehr.
Fritz Häuselmann, Rothenfluh
Schonungslose Diskussion zu Service public nötig
Ich sage überzeugt Ja zu «No Billag», aber auch Ja zur SRG. Denn in unserem Land ist dringendst eine echte, flächendeckende und schonungslose Diskussion über den Service public nötig. Mit einem Ja haben wir die Chance dafür. Denn ich bin überzeugt, dass bei einem Nein alles beim Alten bleibt, sich die Versprechen dieser Tage in leere Versprechen verwandeln und die Arroganz, die primär beim SRF-TV vorherrscht, munter weitergeht.
Die SRG wird nie und nimmer untergehen, das ist reine, übelste Angstmacherei. Und dass die privaten Radio- und TV-Stationen bedroht sind, ist Schwachsinn. Die meisten davon gab es schon lange vor dem Gebührensplitting, und sie waren (nett formuliert) damals gewiss nicht schlechter. Nun sind sie halt bequem geworden, genau wie der Ko- loss SRG. Die Lokalen sollen sich wieder auf ihr Kerngebiet konzentrieren und nicht, wie zum Beispiel «Telebasel», der Fussball-Nationalmannschaft über die ganze Welt hinterherreisen. Das ist nicht die Aufgabe eines Lokalsenders.
Meine Forderungen: eine grundlegend neue Struktur schaffen, schonungslos den Service public diskutieren und neu definieren, das TV SRF endlich dazu verpflichten, die Konzession einzuhalten (speziell im Sport) und das heutige Radio SRF, das überwiegend sehr gut ist und auf das ich nicht verzichten möchte, grundlegend aus dem Konstrukt SRG herauslösen. Das Radio SRF kostet im Vergleich zum TV einen Bruchteil, ist wichtig und an sich nicht Bestandteil der breiten Wut der Bevölkerung auf SRF. Beim TV hingegen muss sich sehr vieles ändern, dort wird heute zu viel Schwachsinn produziert.
Meinrad Stöcklin, Frenkendorf
