Die Saisonvorbereitung läuft weiterhin intensiv, und das Trainingslager in Italien ist nach dem Aufenthalt in Südafrika ein wichtiger Baustein auf dem Weg in Richtung Sommer. Auch wenn uns das Wetter dieses Mal nicht ganz so verwöhnt wie gewohnt, schaffen wir es, die Einheiten wie ...
Die Saisonvorbereitung läuft weiterhin intensiv, und das Trainingslager in Italien ist nach dem Aufenthalt in Südafrika ein wichtiger Baustein auf dem Weg in Richtung Sommer. Auch wenn uns das Wetter dieses Mal nicht ganz so verwöhnt wie gewohnt, schaffen wir es, die Einheiten wie geplant durchzuziehen und produktiv zu nutzen. Trotz kühlerer und wechselhafter Bedingungen bleibt die Trainingsatmosphäre fokussiert und motivierend – ideal, um an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen.
Besonders erfreulich ist, dass die Trainings bislang gut laufen. In den technischen Disziplinen komme ich Schritt für Schritt voran und auch athletisch kann ich positive Entwicklungen beobachten. Es macht Mut zu sehen, wie die Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Der Fokus liegt aktuell auf Stabilität, Bewegungsfluss und kontinuierlichem Aufbau – mit dem Ziel, in 7 Wochen bei 100 Prozent zu sein.
Leider lief gesundheitlich nicht alles nach Plan. Eine starke Erkältung hat mich phasenweise stark ausgebremst und gezwungen, die Intensität vorübergehend zu reduzieren. In solchen Momenten ist es besonders wichtig, geduldig zu bleiben und dem Körper die nötige Zeit zur Regeneration zu geben – auch wenn das mental nicht immer leicht fällt. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass ich bald wieder voll belastbar bin. Die ärztliche Begleitung und ein angepasstes Regenerationsprogramm helfen mir, Schritt für Schritt zurück in den gewohnten Trainingsrhythmus zu finden.
Trotz dieses gesundheitlichen Rückschlags überwiegt ein positiver Gesamteindruck vom Trainingslager. Die Stimmung im Team ist gut, der Austausch mit den anderen Athleten motiviert zusätzlich und die gemeinsamen Einheiten bringen neue Impulse. Ich bin überzeugt, dass die hier gelegten Grundlagen entscheidend für die nächsten Wochen sein werden. Jetzt heisst es, fokussiert und diszipliniert weiterzuarbeiten, um in Topform in die Wettkampfsaison zu starten.
Diese wird für mich nicht wie geplant in Italien stattfinden: Das «Multistars» vom Wochenende nach Ostern werde ich dieses Jahr auslassen. Nach dem Bänderriss im Fuss im Dezember kann ich zwar wieder alle Disziplinen des Zehnkampfs trainieren, für einen vollen Wettkampf wäre das «Multistars» aber zu früh. Ich werde mich Anfang Mai bei einem Fünfkampf in Willisau herantasten und danach in Deutschland einen Vierkampf absolvieren. Die Zehnkampf-Saison soll für mich dann gleich mit einem Highlight starten: dem Hypomeeting in Götzis am 31. Mai.
Finley Gaio
Finley Gaio (26) ist professioneller Leichtathlet. Der Maispracher ist einer der besten Zehnkämpfer sowie Hürdensprinter der Schweiz.