Zwei Weltmeister führen zur Doppelvergabe
17.09.2026 Sport, Weitere SportartenAdrian Schaub und Tino Polsini erhalten den Baselbieter Sportpreis
Der Zunzger Pistolenschütze Adrian Schaub und der Gelterkinder Orientierungsläufer Tino Polsini werden mit dem Baselbieter Sportpreis ausgezeichnet. Die Erfolge der beiden Oberbaselbieter sorgen in diesem Jahr ...
Adrian Schaub und Tino Polsini erhalten den Baselbieter Sportpreis
Der Zunzger Pistolenschütze Adrian Schaub und der Gelterkinder Orientierungsläufer Tino Polsini werden mit dem Baselbieter Sportpreis ausgezeichnet. Die Erfolge der beiden Oberbaselbieter sorgen in diesem Jahr für eine aussergewöhnliche Konstellation.
Thomas Ditzler
«Adrian Schaub und Tino Polsini haben mit ihren jeweiligen Weltmeistertiteln jüngst beachtliche Leistungen erbracht und sich dadurch deutlich vom restlichen Kandidatenkreis abgehoben», erklärt Sportamt-Leiter Thomas Beugger die aussergewöhnliche Konstellation, dass in diesem Jahr gleich zwei Sportpreise vergeben werden und die Preisträger zudem bereits vor der Preisfeier feststehen. «Eine Abstimmung zwischen diesen beiden Athleten wäre aus unserer Sicht aufgrund ihrer Leistungen nicht fair gewesen», begründet Beugger die Empfehlung des Begleitgremiums, bestehend aus Vertretern des Sportamts Baselland, der IG Sport Baselland und der Vereinigung Basellandschaftlicher Sportjournalisten. Der Baselbieter Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom Dienstag die beiden Oberbaselbieter als Preisträger abgesegnet.
Seit der Einführung des Wahlverfahrens vor sieben Jahren wird in diesem Jahr erstmals auf eine vorgängige Online- und eine Saalabstimmung an der Preisverleihungsfeier verzichtet. «Ich war schon überrascht, als das Telefon kam und mir mitgeteilt wurde, dass ich als Preisträger bereits fix feststehe», sagt Tino Polsini. Der OL-Läufer, der diesen Sommer mit der Mixed-Staffel den WM-Titel in Genua gewann, war bereits vor zwei Jahren für den Sportpreis nominiert. In der Abstimmung setzte sich damals Volleyballerin Madlaina Matter mit 4 Prozent mehr Stimmen gegen den Gelterkinder durch.
Grosse Ehre als Nicht-Vollprofi
«Die Tatsache, dass der Preis direkt vergeben wird, macht die Auszeichnung umso schöner», kommentiert auch Adrian Schaub die aussergewöhnliche Konstellation in diesem Jahr. Wie Polsini konnte auch Schaub jüngst einen Weltmeistertitel feiern, in der Disziplin Standardpistole. Zudem wurde der Zunzger im Sommer am Eidgenössischen Schützenfest auch Schützenkönig. Es sei für ihn eine grosse Ehre, in die Reihe der Sportpreis-Träger aufgenommen zu werden, sagt Schaub: «Als Nicht-Vollprofi in einer Randsportart ist dieser Preis eine riesige Anerkennung für all das, was ich seit Jahren in den Schiesssport investiere.»
Die Auszeichnung sehe er auch als Anerkennung für den Schiesssport an sich. «Es ist für mich eine Motivation, dass meine Leistungen als Athlet in einer Randsportart in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ich hoffe, dieser Preis bringt auch den Schiesssport an sich weiter», so der Zunzger. Als er vor zehn Jahren mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde, habe er nie daran gedacht, einmal sogar den Sportpreis zu gewinnen.
Auf weitere Nomination gehofft
Ähnlich erging es Tino Polsini, der ein Jahr vor Schaub 2015 mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde. «Die damalige Unterstützung für meine Karriere hat mich sehr gefreut. Als ich vor zwei Jahren erstmals für den Sportpreis nominiert wurde, war der Gedanke an einen allfälligen Gewinn überhaupt erst vorhanden», sagt Polsini. Er habe damals schon gehofft, irgendwann nochmals nominiert zu werden. Dass er nun sogleich ohne das übliche Abstimmungsprozedere für den Preis ausgewählt wurde, sei sehr überraschend. Dass er, der ebenfalls aus einer «kleineren Sportart» komme, für seine Erfolge auf kantonaler Ebene geehrt werde, bedeute ihm sehr viel, sagt der Gelterkinder.
Wie der Schiesssport kämpfe auch der Orientierungslauf um Aufmerksamkeit. Deshalb sei die finanzielle Unterstützung, die der mit 15 000 Franken dotierte Sportpreis mit sich bringt, für seine weitere Karriere wertvoll. Der Sportpreis bedeute für ihn jedoch nicht das Ende seiner Ziele: «Ich bin zwar nun Weltmeister im Team. Der WM-Titel im Einzel fehlt mir aber noch.» Der Sportpreis und das Preisgeld helfen und motivieren ihn für den weiteren Verlauf seiner Karriere. «Ich bin noch lange nicht fertig und sehe diesen Preis vielmehr als Bestätigung dafür, was ich noch alles im Orientierungslauf in den kommenden Jahren erreichen möchte.»
Anerkennungspreise für Studer und Salathe
td. Neben dem Sportpreis werden an der öffentlichen Preisfeier vom Donnerstag, 19. November, im Kultur- und Sportzentrum in Pratteln weitere Sportler und Funktionäre für ihre Leistungen und ihr Engagement geehrt. So werden neben drei Anerkennungs- auch sieben Förderpreise vergeben.
Die mit je 3500 Franken dotierten Anerkennungspreise gehen an den Schwingclub Binningen, die Leichtathletikförderin Regina Studer-Jordi aus Gelterkinden und den langjährigen kantonalen Kadertrainer der regionalen Schützen, René Salathe aus Niederdorf. Die Förderpreise, die mit einem Preisgeld von je 5000 Franken honoriert sind, erhalten Sportkletterin Amélie Kägi aus Wintersingen, Triathlet Albert Håkansson (Binningen), die beiden Ruderer Nicolas Favre-Bulle (Liestal) und Tim Weber (Allschwil) sowie Alvina Koch (Liestal, Ski-OL), Björn Niederhauser (Bennwil, Biathlon) und Olivia Notter (Liestal, Rhönrad).
Zusätzlich werden an der Preisfeier der Oberwiler Jason Joseph (Baselbieter Sportpreisträger von 2023) für seinen Europameistertitel über 110 Meter Hürden in Birmingham und Fabienne Hoenke (Sportklasse-Absolventin), EM-Silbermedaillengewinnerin mit der Schweizer 4×100-Meter-Staffel, speziell geehrt.




