Zwei Spiele gegen die Abstiegsrunde
26.02.2026 Sport, UnihockeyDer TSV Bubendorf steht vor der entscheidenden Doppelrunde
Zwei Spiele, zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz, volle Bank: Für die Bubendörfer Erstligistinnen geht es am Sonntag um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt – und darum, ihre Fortschritte endlich auch ...
Der TSV Bubendorf steht vor der entscheidenden Doppelrunde
Zwei Spiele, zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz, volle Bank: Für die Bubendörfer Erstligistinnen geht es am Sonntag um wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt – und darum, ihre Fortschritte endlich auch in Resultate umzumünzen.
Luana Güntert
Zwei Spiele vor dem Ende der regulären Saison stehen die Erstligistinnen des TSV Bubendorf auf dem achten und somit drittletzten Tabellenplatz. Die Situation ist brisant: Die Teams auf Rang 9 und 10 müssen in die Abstiegsrunde. Der Abstand nach hinten beträgt nur zwei Punkte, der UHC Riehen könnte mit einem Sieg mehr aus den letzten beiden Partien also gleichziehen. Auf die direkt vor ihnen klassierten Teams haben die Bubendörferinnen zwar wenig Rückstand, die Play-offs der besten vier Teams pro 1.-Liga-Gruppe sind aber nicht mehr zu erreichen.
Am Sonntag wartet die entscheidende und letzte Doppelrunde in der höchsten Kleinfeld-Liga der Frauen. Bubendorf trifft auf den UHT Semsales (5. Tabellenrang) und die SC Oensingen Lions (7.). Oensingen liegt aktuell einen Punkt vor Bubendorf, Semsales vier. «Beide Gegner sind schlagbar», sagt Trainerin Simone Dolder. «Wir haben es in der eigenen Hand und können uns am Sonntag nur selber im Weg stehen.»
Das sehr junge Bubendörfer Team ist vor drei Jahren in die 1. Liga aufgestiegen. Neben der Erstliga-Equipe führt der Verein auch ein Frauenteam in der 3. Liga – zwei Teams mit unterschiedlichen Leistungsniveaus. Genau darin liegt derzeit eine strukturelle Herausforderung. «Unsere Hauptbaustelle ist aktuell das kleine Kader», erklärt Dolder, welche die beiden Teams zusammen mit Yannick Kilcher trainiert. «Man kann sagen, dass wir aktuell für nur ein Team zu viele wären und für zwei zu wenig sind.»
Zu Saisonbeginn konnte Bubendorf gut mithalten und einige Siege verbuchen. Doch mit fortschreitender Spielzeit nahmen krankheitsund verletzungsbedingte Ausfälle zu. «Jede Spielerin fiel mindestens einmal aus. Dann wird es in der 1. Liga schwierig», so Dolder. Gerade im Kleinfeld-Unihockey sei die Kadertiefe entscheidend: «Wenn wir nicht mit drei Blöcken antreten können, haben wir gegen die erfahrenen Teams nur eine kleine Chance.»
Keine Hektik aufkommen lassen
Am kommenden Sonntag präsentiert sich die personelle Lage erstmals seit mehreren Runden wieder entspannt. Die Trainerin: «Alle sind gesund, und wir können mit drei Blöcken antreten. Das war schon lange nicht mehr der Fall.»
Trotz der schwierigen Situation blickt Dolder differenziert auf die sportliche Entwicklung. «Auch wenn es in der Tabelle anders aussieht – wir verbessern uns stetig.» Technisch und taktisch erkenne sie von Monat zu Monat Fortschritte. Variantenspiele wie Überzahlsituationen vier gegen drei oder spezielle Freistoss-Varianten wären vor ein bis zwei Jahren noch kaum umzusetzen gewesen. «Heute zeigen meine Spielerinnen diese ohne Probleme.» Das junge Team lerne schnell – nun gelte es, die Entwicklung auch in Punkte umzumünzen.
Taktisch will Bubendorf am Sonntag seiner Linie treu bleiben. «Falls wir in Rückstand liegen, wollen wir aber sicher auf Powerblöcke umstellen», so Dolder. Das bedeutet: Torhüterin raus, eine zusätzliche Feldspielerin rein. Auch bei Freistössen wird situativ mit einer zusätzlichen Feldspielerin agiert. Gleichzeitig mahnt die Trainerin zur Ruhe. «Bei einem so jungen Team ist es zentral, keine Hektik aufkommen zu lassen. Das hilft schon viel.» Im Kleinfeld seien die taktischen Möglichkeiten ohnehin begrenzter als auf dem Grossfeld.
Unabhängig vom Ausgang der Saison sieht Dolder die Entwicklung langfristig. «Wenn wir geduldig sind, ist vieles möglich. Das sieht man schon im Cup, da kommen wir von Jahr zu Jahr eine Runde weiter.» Das Team werde stetig besser, brauche aber Vertrauen und Zeit, um an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Gleichzeitig steige das Niveau in der 1. Liga kontinuierlich. «Das Spiel wird körperbetonter. Da brauchen wir sicher noch einige Spielerinnen.» Der Verein bemüht sich deshalb laufend um neue Unihockeyanerinnen, um die Kaderbreite zu erhöhen und die Belastung besser verteilen zu können. Vorerst aber zählt der kommende Sonntag. Zwei Spiele, vier mögliche Punkte – und die Chance, den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu sichern.
TSV Bubendorf – UHT Semsales
TSV Bubendorf – SC Oensingen Lions Sonntag, 1. März, 9.00 und 11.45 Uhr, Dreifachhalle Kaselfeld, Bellach.

