Zum zweiten Mal mit dabei
05.06.2026 BöcktenDer 18-jährige Lukas Müller vertritt die Schweiz an der «Biologie-Olympiade»
Lukas Müller aus Böckten hat sich erneut für die Internationale «Biologie-Olympiade» qualifiziert. Der Gymnasiast aus Liestal gehört zu den besten ...
Der 18-jährige Lukas Müller vertritt die Schweiz an der «Biologie-Olympiade»
Lukas Müller aus Böckten hat sich erneut für die Internationale «Biologie-Olympiade» qualifiziert. Der Gymnasiast aus Liestal gehört zu den besten Nachwuchsbiologen der Schweiz.
Aline Grieder
Zum zweiten Mal gehört Lukas Müller aus Böckten zu den erfolgreichen Teilnehmenden der Biologie-Olympiade. Der Schüler des Gymnasiums Liestal konnte sich wie bereits im vergangenen Jahr erneut für die internationale Endrunde qualifizieren, die diesmal an der Universität in Vilnius in Litauen stattfindet. Im nationalen Finale vom vergangenen Jahr belegte er den ersten Platz und setzte sich damit gegen zahlreiche starke Mitbewerbende durch.
Auf die Olympiade aufmerksam wurde er durch seine Klassenlehrperson, die den Wettbewerb im Unterricht vorstellte. Besonders interessiert sich Müller für Molekularbiologie und Neurobiologie, also für jene Bereiche, die sich mit den grundlegenden Prozessen des Lebens befassen. «Ich geniesse es, herausgefordert zu werden und über komplexe Prüfungsfragen nachzudenken», sagt er.
Die Biologie-Olympiade ist ein nationaler Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler, die sich besonders für Biologie interessieren und über den Schulstoff hinausgehen möchten. Ziel ist es, talentierte Nachwuchsbiologinnen und Nachwuchsbiologen zu fördern und ihre Begeisterung für Naturwissenschaften zu stärken. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb eine Plattform, auf der sich junge Talente austauschen und vernetzen können.
Der Wettbewerb besteht aus drei aufeinanderfolgenden Runden. Zunächst nehmen jedes Jahr über tausend Jugendliche an einem Multiple-Choice-Test teil. In der zweiten Runde werden anspruchsvollere Aufgaben gestellt, bei denen vor allem das Anwenden von Wissen gefragt ist.
Die besten Teilnehmenden qualifizieren sich schliesslich für das nationale Finale, das in den Laboren der Universität Bern stattfindet. Dort werden sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische Fähigkeiten geprüft. Neben klassischen Prüfungen gehören auch Laborarbeiten und Experimente zum Programm, die ein vertieftes Verständnis der Biologie erfordern.
Die vier besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an der Internationalen Biologie-Olympiade, die jeweils in den Sommerferien stattfindet. Rund 300 Jugendliche aus aller Welt messen sich dort in zwei theoretischen und zwei praktischen Prüfungen, die ein breites Spektrum der Biologie abdecken. Dabei stehen nicht nur Wissen, sondern auch analytisches Denken und präzises Arbeiten im Vordergrund.
Organisiert wird die Olympiade vom Verein «ibo suisse», dessen Mitglieder meist Studierende und Forschende sind. Neben dem Wettbewerb stehen auch Austausch, Teamgeist und internationale Begegnungen im Mittelpunkt, was für viele Teilnehmende einen besonders wertvollen Teil der Erfahrung darstellt.
Blick in die Zukunft
Die Vorbereitung und die Finalrunde vom 12. bis 19. Juli seien intensiv. Eine Woche lang stellen die Teilnehmenden in verschiedenen Prüfungen ihr Können unter Beweis. Gerade der Austausch mit Gleichgesinnten sei für ihn ein wichtiger Teil der Erfahrung. «Man lernt schon in der Vorbereitung Menschen kennen, die auf derselben Wellenlänge sind», erzählt Müller. Besonders spannend sei auch der kulturelle Austausch mit Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern.
Trotz seines Erfolgs bleibt der 18-Jährige bescheiden. «Welchen Platz ich erreiche, ist mir nicht so wichtig. Ich möchte vor allem Spass haben und neue Leute kennenlernen.» Auch langfristig hat Müller klare Ziele. Nach der Matura möchte er Physik studieren und strebt eine akademische Laufbahn an, mit Fokus auf Teilchenphysik.
In seiner Freizeit liest er Fachzeitschriften, reitet, schwimmt und spielt Harfe. Seine Motivation, erneut teilzunehmen, beschreibt er so: «Ich strebe immer danach, meinen Horizont zu erweitern, und freue mich darauf, Zeit mit spannenden Menschen zu verbringen.» Die Teilnahme an der Olympiade sei für ihn nicht nur ein Wettbewerb, sondern vor allem eine wertvolle Erfahrung, die ihn sowohl fachlich als auch persönlich weiterbringe.

