Zum zweiten Mal in Folge Hotdog-Meister
15.09.2026 OltingenMario Nötzli gewinnt Grill-Challenge
Er ist Koch von Beruf, Grillmeister und Pianist sind seine Hobbys. Mario Nötzli, der seit Anfang dieses Jahres in Oltingen wohnt, gewinnt zum zweiten Mal in Folge die «Bell Hot Dog Challenge». Im Jahr davor war seine Frau die ...
Mario Nötzli gewinnt Grill-Challenge
Er ist Koch von Beruf, Grillmeister und Pianist sind seine Hobbys. Mario Nötzli, der seit Anfang dieses Jahres in Oltingen wohnt, gewinnt zum zweiten Mal in Folge die «Bell Hot Dog Challenge». Im Jahr davor war seine Frau die Siegerin.
Lea Wieser
Es ist warm, durch den Plancha-Grill von Outdoorchef noch viel wärmer. Vor Mario Nötzli liegen Laugenbrötchen, Würste, Fleisch und zahlreiche weitere Zutaten. Die Stoppuhr zählt 60 Minuten.
Bei der diesjährigen «Bell Burger und Hot Dog Challenge», die am 22. August in Villmergen (AG) stattfand, mussten die Teilnehmenden einen Hot Burger Dog kreieren – inklusive einer grünen Wiese aus Beilagen und einem Napf gefüllt mit Sauce. Für Mario Nötzli war das kein Problem. Er und seine Frau sind mittlerweile Stammgäste bei den Bell-Grillwettbewerben. Vor zwei Jahren gewann Sona Nötzli die Burger Challenge. Die letzte und auch die diesjährige Austragung hat Mario Nötzli gewonnen. Die vergangenen drei Titel gingen damit allesamt an die Familie Nötzli. «Mittlerweile gehört das so sehr zu uns, dass wir von Freunden oder Bekannten teilweise darauf angesprochen werden», sagt Mario Nötzli.
Nicht nur beim Kochen, sondern generell sei Nötzli ein eher ehrgeiziger Mensch. Mit Niederlagen könne er dabei aber gut umgehen. «Das gehört dazu und kann auch sehr wertvoll sein», sagt Nötzli. Ausserdem sei es wichtig, aus Spass an einem Wettbewerb teilzunehmen. «Besonders bei der «Bell Challenge» geht es mir mehr um die Atmosphäre mit den anderen Teilnehmenden als darum, als Sieger heimzufahren.»
Von Beruf ist Mario Nötzli Koch. Dass er seinen Ehrgeiz gerne bei Kochwettbewerben auslebt, scheint somit nur sinnvoll. Als 38-jähriger Küchenleiter der Barmelweid hat er einiges erreicht. Derweil sei er zudem in der Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Küchenchef, der höchsten beruflichen Ausbildung für Köchinnen und Köche in der Schweiz.
Als Küchenchef arbeitet er in einer leitenden Position und führt ein grosses Team an Köchinnen und Köchen. Als Chef beschreibt Nötzli sich als ruhig und ausgeglichen. Auch seine Mitarbeitenden würden ihm diese Eigenschaften zuschreiben. Das Bild des autoritären Küchenchefs, der seine Mitarbeitenden anschreit, passe jedenfalls nicht zu ihm. «Wenn dreckiges Geschirr einfach ins Spülbecken gestellt wird, das kann ich gar nicht ausstehen», so Nötzli. «Aber selbst das bringt mich nicht zum Ausrasten.»
Durch die berufliche Entwicklung hat sich Nötzlis Alltag jedoch zunehmend vom Herd weg bewegt. Dadurch beschäftigt er sich vermehrt mit Organisation, Führung und Management. Die kreative Arbeit hinter dem Herd vermisse er daher manchmal.
«Heute ist das auch einer der Hauptgründe, weshalb ich so gerne an Kochwettbewerben teilnehme», sagt Nötzli. Diese und das Kochen zu Hause geben ihm die Möglichkeit, neue Rezepte zu entwickeln und weiterhin am Herd oder am Grill stehen zu können. Gerne auch gemeinsam mit seiner Frau, die ebenfalls gelernte Köchin ist.
Ausgleich am Klavier
Um die ruhige, humorvolle Art beizubehalten, ist auch der nötige Ausgleich wichtig. Für Mario Nötzli ist das die Musik. «Ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr Klavier», sagt der Chefkoch. Etwa eine Stunde pro Tag spiele er. Und das nur für sich selbst, ohne Publikum oder Ansprüche. «Ich kann gar nicht richtig Noten lesen. Ich höre eine Melodie und gebe sie dann auf dem Klavier wieder.» Ausgleich findet Nötzli nicht nur am Klavier, sondern auch im Garten. Besonders gerne arbeite er dort gemeinsam mit seinen vier Kindern. «Ich möchte ihnen das Verständnis für Lebensmittel mit auf den Weg geben», sagt der Koch.
Erst seit Februar wohnt Nötzli mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren in Oltingen. Aufgewachsen ist er in Aarau, zuletzt wohnte die Familie in Erlinsbach (SO). «Die Gemeinde Oltingen hat mich schon vorher fasziniert», sagt Nötzli. Oftmals sei er durch den Ort gefahren oder in der Gegend spazieren gegangen. «Ich habe immer gesagt: ‹Wenn ich jemals aufs Land ziehe, dann nach Oltingen.›» Die Familie wohnt mitten im Dorf, die Terrasse grenzt direkt an die Oltinger «Sagi» und die Schafmatt liegt als Spaziergangsziel direkt vor der Haustür. Die Familie habe sich schnell im Dorf eingelebt.
Ob das Ehepaar Nötzli bei der nächsten «Bell Challenge» im Sommer 2027 wieder mit dabei sei, ist gar keine Frage. «Ich habe allerdings ein noch ambitionierteres Ziel», sagt Nötzli, «nächstes Jahr möchte ich endlich bei den ‹BBQ Single Masters› die Finalrunde erreichen.» Dorthin habe er es bislang noch nicht geschafft. Nötzli möchte lediglich mit dabei sein, das Podest sei dabei zunächst gar nicht entscheidend.


