2. Liga, Final: Entscheidungsspiel heute in Oberlangenegg
Nach dem Sieg im ersten Spiel des Zentralschweizer Finals hatte der EHC Zunzgen-Sissach am Samstag zu Hause die Chance, Meister zu werden. Doch Oberlangenegg siegte – und empfängt die Oberbaselbieter heute zum ...
2. Liga, Final: Entscheidungsspiel heute in Oberlangenegg
Nach dem Sieg im ersten Spiel des Zentralschweizer Finals hatte der EHC Zunzgen-Sissach am Samstag zu Hause die Chance, Meister zu werden. Doch Oberlangenegg siegte – und empfängt die Oberbaselbieter heute zum Entscheidungsspiel.
Sebastian Wirz
667 Zuschauerinnen und Zuschauer wollten es sich am Samstag nicht entgehen lassen, beim entscheidenden Finalspiel des EHC Zunzgen-Sissach gegen den EHC Oberlangenegg dabei zu sein. Wobei nicht alle wollten, dass es sich beim zweiten Duell der beiden Zentralschweizer 2.-Liga-Gruppensieger um das entscheidende Spiel handelt: ZS hatte am Donnerstag auswärts mit einem 4:1-Sieg vorgelegt und wusste selbstredend den grössten Teil des Publikums hinter sich. Doch auch die Gäste aus dem Berner Oberland waren auf der Tribüne zahlreich. Sie hofften auf eine Revanche des eigenen Teams und damit auf eine Fortsetzung der «Best of Three»- Serie.
Mit Pauke und «Rätschen» ausgerüstet konnten die Berner am Ende tatsächlich jubeln: Oberlangenegg siegte in einem engen und von defensiver Stabilität geprägten zweiten Finalspiel am Ende 3:0. Heute Abend (20.30 Uhr) kommt es in Oberlangenegg zum Entscheidungsspiel. Wie schon am Donnerstag fährt ein ZS-Fancar um 18 Uhr von der Sissacher «Kunsti» aus ins Oberland.
Nur ein «richtiges» Tor
«Da waren zwei Teams am Werk, die defensiv gut eingestellt waren und die wissen, dass eine Strafe und damit ein Powerplay für den Gegner ein Spiel entscheiden können», sagt ZS-Trainer Lukas Kamber auf Anfrage. Tatsächlich kamen zwar beide Teams zu Abschlüssen, was im Eishockey nie komplett zu verhindern ist, aber die Zone vor dem eigenen Tor wurde beiderseits gut abgeschirmt.
So gab es denn im ganzen Spiel auch nur ein «richtiges» Tor zu sehen: In der 44. Minute überwand Ulrich Hofstetter den ansonsten sicheren Michele Lepori mit einem hohen Handgelenkschuss, der sich in einem Bogen über der Schulter des ZS-Goalies ins Netz senkte. Die weiteren Treffer fielen ins leere Tor, als Lepori in den letzten Minuten einem zusätzlichen Feldspieler Platz machte.
Der Unterschied zwischen den beiden Finalspielen ist für Kamber simpel: «Am Donnerstag haben wir unsere Chancen in Tore umgemünzt, am Samstag nicht», fasst der Trainer zusammen. Das Niveau sei sehr hoch und Oberlangenegg decke nicht nur den Slot vor dem Tor gut ab, sondern habe auch viele Schüsse geblockt. ZS hat seinerseits defensiv kaum etwas zugelassen – meistens reicht das bei der Qualität der Oberbaselbieter Offensive für den Sieg. Nicht so gegen Oberlangenegg am Samstag.
Die taktische Ausrichtung für heute Abend bleibt auch nach der Niederlage vor eigenem Publikum die gleiche wie schon in den Serien davor: Puck aufs Tor bringen, Schüsse vor dem Tor ablenken, auf die Abpraller gehen. Mit diesem «Arbeits-Hockey» hat ZS Bucheggberg und Zuchwil aus dem Weg geräumt. Mithelfen kann dabei im Entscheidungsspiel auch Raoul Seiler wieder: Der Center der ersten Sturmlinie hat in den ersten beiden Finalpartien zwei Spielsperren abgesessen und geht damit ausgeruht auf Punktejagd.