Im Oberbaselbiet laden zahlreiche Veranstalter zum gemeinsamen Schauen ein
Die Fussball-WM wird im Oberbaselbiet nicht nur vor dem heimischen Fernseher verfolgt. Von Sissach über Gelterkinden bis Diepfl ingen organisieren Restaurants und Vereine Public Viewings, bei denen Fans ...
Im Oberbaselbiet laden zahlreiche Veranstalter zum gemeinsamen Schauen ein
Die Fussball-WM wird im Oberbaselbiet nicht nur vor dem heimischen Fernseher verfolgt. Von Sissach über Gelterkinden bis Diepfl ingen organisieren Restaurants und Vereine Public Viewings, bei denen Fans gemeinsam mitfiebern können.
Nicolas Jermann und Noel Bühlmann
Heute ist es so weit, die 23. Fussballweltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA startet. Im Eröffnungsspiel trifft die mexikanische Mannschaft um 21 Uhr, Schweizer Zeit, auf Südafrika. Die «Nati» startet am Samstag mit einem Spiel gegen den Gastgeber der vorhergehenden WM, Katar, ins Turnier. Neben den bunten Trikots, Traumtoren und vollen Rängen gehören auch Public Viewings für viele Fans zum WM-Alltag.
Auch im Oberbaselbiet gibt es zahlreiche Angebote, ein Spiel zu verfolgen. Die Teams können an verschiedenen Orten angefeuert werden. Von Restaurants über Festzelte bis hin zu Scheunen gibt es viele Möglichkeiten, eine Begegnung zu schauen. Aber für viele Public-Viewing-Anbieter gibt es in diesem Jahr ungewohnte Einschränkungen. Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Silvesternacht gelten für die Betreiberinnen und Betreiber strengere Regeln.
Trotzdem sind in der Region zu viele Angebote vorhanden, als dass alle in unserer Auflistung Platz finden würden. Die Fans in Sissach dürfen sich auf zahlreiche Public Viewings in den «Beizen» freuen. Neben dem «Oliver Twist Pub» bieten auch das «Lindbergh» und die «Lounge 11» alle Schweizer Spiele live an.
In weiteren Gemeinden gibt es Möglichkeiten, um beim Geschehen mitzufiebern: In Buckten werden die Begegnungen im Restaurant «Mond» gezeigt. Regelmässige Übertragungen finden im «Warteck» in Thürnen statt. Die Fans aus Gelterkinden erwarten gleich zwei Angebote. Zum einen organisiert der Fussballverein im «WM-Beizli» auf der Wolfstiege ein Public Viewing, und auch in der Besenbeiz «Leuebärgli» werden die Schweizer Begegnungen gezeigt.
Public-Viewing auf dem Dorfplatz
In Buus findet zu diesem Turnier wieder eine grosse Übertragung im schon öfters betriebenen «WM-Schopf» statt. Dieses Angebot gab es schon bei vergangenen Skirennen und Fussballmeisterschaften. Im Rahmen des Grümpelturniers des FC Bubendorf findet am kommenden Wochenende im Festzelt ebenfalls ein grosses Public Viewing statt. Nach dem Fussballturnier der Freizeitfussballer wird die erste Schweizer Begegnung gegen Katar gezeigt. Auf der Website des Anlasses wirbt der Verein für eine «Top Stimmung» (siehe auch Seite 11).
Der wohl grösste Event im Oberbaselbiet findet aber in Diepflingen statt. Dort hat der Verein «Dorfleben Diepflingen» zum ersten Spiel der Schweizer ein grosses Public Viewing auf dem Dorfplatz organisiert. Fussballfanatiker dürfen sich neben einer grossen Leinwand auch auf eine Festwirtschaft sowie Guggenmusik freuen. Neben dem Fussballschauen können sich die Besuchenden zudem an Geschicklichkeitsspielen, einer Torwand sowie einem «Döggelikasten» und einer Tischtennisplatte duellieren.
Der Schweizer Weg
nj. Die Schweiz startet in Gruppe B kommenden Samstag gegen Katar ins Turnier. Sie ist in ihrem Auftaktspiel gegen den in der Fifa-Weltrangliste um rund 50 Plätze schlechter klassierten Kontrahenten klarer Favorit und kann in San Francisco ihre Ambitionen auf den Gruppensieg unterstreichen.
Am Donnerstag der nächsten Woche erwartet die Schweiz in Los Angeles Bosnien und Herzegowina, ein Land, das von vielen Fans und in den Sozialen Medien unterschätzt wird. Die Bosnier, die erst zum zweiten Mal an einer WM-Endrunde teilnehmen, dürften hoch motiviert sein, einen Schweizer Ausrutscher zu erzwingen. Ebenfalls gefährlich für die Schweizer: Im bosnischen Kader sind mit Nikola Katic (FC Zürich), Ermedin Demirovic (FC St. Gallen), Haris Tabakovic (GC Zürich) und Armin Gigovic (BSC Young Boys) vier Spieler zu finden, die jahrelange Erfahrung in Schweizer Ligen gesammelt haben und dadurch den Schweizer Fussball in- und auswendig kennen.
Die dritte Partie der Nati gegen Kanada findet am Mittwoch, 24. Juni, in Vancouver statt. Im letzten Gruppenspiel dürften die schnellen Flügelspieler der Kanadier zu beachten sein, bei denen unter anderem Superstar Alphonso Davies (FC Bayern München) und der ehemalige Basler Liam Millar (Hull City AFC) auflaufen. Daneben darf sich das Team von Murat Yakin nicht von den kanadischen Fans beeindrucken lassen, die ihre Mannschaft im Kampf um das Weiterkommen lautstark unterstützen dürften. Alle Partien der Schweiz beginnen jeweils um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wird die Schweiz ihrer Favoritenrolle gerecht und kann den 1. Platz der Gruppe belegen, trifft sie auf einen Gruppendritten. Sollte die Nati den Gruppensieg verpassen und Zweite werden, trifft sie im Sechzehntelfinal auf den Zweiten der Gruppe A (Mexiko, Südafrika, Südkorea, Tschechien). Werden die Schweizer Gruppendritte, bedeutet das keineswegs das sofortige Ausscheiden: Dank dem neuen Modus mit 48 Teams und Sechzehntelfinals ziehen auch die 8 besten Drittplatzierten in die K.O.-Runde ein. Dort würde in diesem Fall der Sieger aus Gruppe D (USA, Paraguay, Australien, Türkei) oder E (Deutschland, Curaçao, Elfenbeinküste, Ecuador) warten.