Auf der Suche nach Mitteln gegen invasive Ameisen
en. Bei der oberen Limbergstrasse, im Quartier «Ob den Reben» und bereits auch in Teilen des übrigen Gebiets von Böckten haben sich die invasiven Ameisen der Gattung «Tapinoma magnum» ...
Auf der Suche nach Mitteln gegen invasive Ameisen
en. Bei der oberen Limbergstrasse, im Quartier «Ob den Reben» und bereits auch in Teilen des übrigen Gebiets von Böckten haben sich die invasiven Ameisen der Gattung «Tapinoma magnum» zurückgemeldet. Mit Beginn des Frühlings seien die zwei bis vier Millimeter kleinen und schwarz gefärbten Tiere wie im vergangenen Spätsommer aktiv, sagt Gemeindevizepräsident René Soder.
Er präzisiert, dass die in riesigen Kolonien lebenden Ameisen seit gut einem Monat wieder «wach» seien. «Wir alle hier in Böckten, im Speziellen die betroffenen Grundeigentümer, sind gefordert», sagt Soder, der das Problem als Gemeinderat, aber auch als Besitzer einer noch wenig betroffenen Parzelle, sehr ernst nimmt. «Wir sind am Probieren, wie man den Tieren am besten begegnen kann. Das richtige Rezept zu finden, ist eine echte Herausforderung und stellt uns vor erhebliche Probleme.»
Die Böckter Behörde weiss, wovon sie redet. Feldversuche im vergangenen Jahr waren wenig erfolgreich. Der Einsatz von heissem Wasser oder Dampf durch den Werkhof zeigte wenig Wirkung. Aktuell gibt es keine Massnahmen: «Wir von der Gemeinde unternehmen derzeit nichts. Uns fehlt die rechtliche Grundlage, um auf Privatparzellen aktiv werden zu können», sagt Soder. Er selber «kämpft» auf seinem Boden mit dem (umweltschonenden) Mittel «Salzwasser und einem Spritzer Abwaschmittel». «Ich weiss aber nicht, ob ich damit den Durchbruch schaffe.»
Die grossen Nester der Ameisen mit Millionen von Arbeiterinnen und Tausenden Königinnen am Böckter Sonnenhang mit seinen trockenwarmen Standorten sind bekannt. Diese und alle anderen – also auch jene im Unterbaselbiet wie in Muttenz oder Reinach – werden weiterhin zu reden geben. Auch finanziell: Soder sagt, dass ein professionelles Bekämpfen für Böckten kein Thema sei. «Wir müssten als Gemeinde pro Jahr etwa 70 000 Franken aufwenden. Dieses Geld haben wir nicht.» Die Insekten nisten bis zu einem Meter tief im Boden. Dies führt zu massiven Problemen in Böckten. Infrastrukturschäden sind die Folge, ebenso die Verdrängung der Fauna. Die eingeschleppte Ameisenart tötet auch einheimische Insekten.