Wie gewonnen, so zerronnen
20.10.2026 Sport, EishockeySWHL B: ZS-Ladies mit Sieg und Niederlage
dm. 11, 13, 11, 16, 12: Das ist die Anzahl anwesender Feldspielerinnen der fünf ZS-Spiele bis anhin. Ideal ist 15, drei komplette Blöcke, doch das ist bei ZS zurzeit eher Wunschdenken als Tatsache. In vier der fünf ...
SWHL B: ZS-Ladies mit Sieg und Niederlage
dm. 11, 13, 11, 16, 12: Das ist die Anzahl anwesender Feldspielerinnen der fünf ZS-Spiele bis anhin. Ideal ist 15, drei komplette Blöcke, doch das ist bei ZS zurzeit eher Wunschdenken als Tatsache. In vier der fünf Partien fehlten (Stamm-)Spielerinnen. Das Resultat: vier Niederlagen, die jüngste am Sonntag, ein Sieg gegen Worb am Samstag.
Grossartig haben die ZS-Ladies beim 5:2 gegen Worb nicht gespielt. Aber sie haben gewonnen, weil sie ihre Möglichkeiten besser konkretisierten und dabei eine Schwäche von Worbs Torhüterin ausgemacht hatten: Wer hoch und platziert schiesst, hat Erfolg, weil sie sehr früh auf die Knie geht und damit die Fläche oberhalb der Schultern nicht mehr abdecken kann. Sabrina Tönz, Laura Stahel, Samantha Gius und Nathalie Buser haben dies ausgenutzt, Tönz und Buser mit klassischen Breakaways.
Es war ein zerfahrenes Spiel, Angriffe über mehrere Stationen eine Seltenheit, zu vieles basierte bei beiden Teams auf dem Zufallsprinzip. Ein System war kaum zu erkennen. Doch es war für die ZS-Ladies ein Spiel der Premieren: Erstmals spielten die Oberbaselbieterinnen mit drei Blöcken, erstmals gingen sie als Siegerinnen vom Eis. Vier Spielerinnen schossen ihren ersten Saisontreffer. Und erstmals durfte ZS nach den drei Punkten hoffen, dass der Weg zurück in die Erfolgsspur führen würde.
Doch: Die Niederlage beim Aufsteiger Thurgau keine 24 Stunden später war bedenklich, weil erneut fünf Stammkräfte fehlten. Die ZS-Ladies fanden gegen forsche und topmotivierte Thurgauerinnen nie ins Spiel. Das Prinzip Zufall regierte in Weinfelden, während der Aufsteiger aufsässig forecheckte und immer wieder mit durchdachten Kombinationen gefiel. Das Spiel war nach 4 Minuten (vor-)entschieden: Zwei Tore in 83 Sekunden – notabene die ersten beiden Schüsse auf das von Sarina Renggli gehütete Tor – machten den Weg frei zum verdienten Sieg. ZS produzierte aus 33 Abschlüssen einen einzigen Treffer. Wie es geht, machten die Thurgau Ladies vor: Sie brauchten 26 Versuche für 5 Tore, 2 davon in Überzahl.
Eine Analyse des Saisonstarts tut Not. Das sieht auch Teammanager Flavio Costeggioli so. Er will in den kommenden Tagen die Situation zusammen mit dem Captains-Team besprechen und Korrekturen finden. Die Herausforderungen werden nicht kleiner: Es warten Leader Rapperswil-Jona und das Drittplatzierte Sursee.
