Der TV Sissach führt zum zweiten Mal seine «Kids Days» durch
Zum zweiten Mal lädt der TV Sissach Handball Kinder zwischen 7 und 13 Jahren zu seinen «Kids Days» ein und setzt dabei bewusst auf Spass statt Perfektion. Durch den Anlass soll Nachwuchs für ...
Der TV Sissach führt zum zweiten Mal seine «Kids Days» durch
Zum zweiten Mal lädt der TV Sissach Handball Kinder zwischen 7 und 13 Jahren zu seinen «Kids Days» ein und setzt dabei bewusst auf Spass statt Perfektion. Durch den Anlass soll Nachwuchs für den Verein rekrutiert werden.
Alan Heckel
Das Engagement bei den Kindern ist gross: Es wird geworfen, geprellt, gerannt und – vor allem – gelacht. Trotzdem bewegt sich der Lärmpegel in der Sporthalle Tannenbrunn gestern Vormittag im Rahmen. «Dennoch bin ich froh, dass ich die hier habe», sagt Andrea Saladin augenzwinkernd und zeigt auf die Trillerpfeife, die um ihren Hals hängt.
Für die Frau im dreiköpfigen OK der «Kids Days» des TV Sissach Handball ist es ganz normal, dass sie das eine oder andere Mal in die Pfeife blasen muss, um auf sich aufmerksam zu machen. «Kinder in diesem Alter verlieren sich oft im ‹Bällele› oder finden neue Freunde.» Aber schliesslich sind es genau diese Aspekte, die einen Anlass wie die «Kids Days» zu einem gelungenen machen.
Angefangen hat das Ganze vor ein paar Jahren als «Kids Day». «Damals war es nur ein halber Tag», erinnert sich Andrea Saladin, die auch die U13 trainiert. Im vergangenen Jahr wurden daraus die «Kids Days»: An den drei Tagen nach der Fasnacht konnten Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren den Handballsport auf spielerische Weise kennenlernen. Nun also die zweite Auflage, die zwar quantitativ nicht mit den Zahlen des Vorjahres mithalten kann (anstatt 40 sind es noch 30 Kinder), doch der Spassfaktor ist genau der gleiche.
Die Dreifach-Halle ist gedrittelt, der Handball-Nachwuchs ist in drei Gruppen nach Alter und Fähigkeiten aufgeteilt. Andrea Saladin, ihr Mann Matthias sowie Samuel Birrer leiten jeweils eine Gruppe. Zwischendurch schaut auch Leonard Grazioli von Pfadi Winterthur vorbei. Der aus Sissach stammende Nati-Goalie gibt wertvolle Tipps, schreibt Autogramme auf die orangen Shirts der Kids und verabschiedet sich von allen persönlich per «High Five».
«Hier bleiben viel mehr hängen»
Die Kinder wissen den Besuch der Handballprominenz – morgen Samstag kommt auch U20-Nati-Spielerin Stella D’Ambrosio (GC Amicitia Zürich) vorbei – zu schätzen. Überhaupt sind sie allgemein zugänglich für die schnelle Ballsportart, was Andrea Saladin erstaunt und gleichzeitig auch erfreut. Denn die «Kids Days» sind das wichtigste Rekrutierungsgefäss für den Nachwuchs des Vereins, wie die Leiterin erklärt: «Die Saison über tröpfelt der eine oder andere ins Training, doch hier bleiben viel mehr hängen.»
Rund ein Drittel der Teilnehmenden kommt an den «Kids Days» erstmals mit Handball in Berührung. Zwei Drittel davon schlossen sich im Vorjahr im Anschluss den Rot-Weissen an. Auf eine ähnliche Quote hofft man beim TVS auch heuer. «Wir wollen vermehrt auf den Nachwuchs setzen, doch dafür müssen wir auf die Kinder zugehen», so Andrea Saladin.