Gemeinderat will alle Möglichkeiten offenhalten
Für den Werkhof in Känerkinden werden mehrere Optionen geprüft. Eine Interimslösung stellt bis zu einem definitiven Entscheid die Erledigung der Gemeindearbeiten sicher. Im Raum steht auch eine Zusammenarbeit mit ...
Gemeinderat will alle Möglichkeiten offenhalten
Für den Werkhof in Känerkinden werden mehrere Optionen geprüft. Eine Interimslösung stellt bis zu einem definitiven Entscheid die Erledigung der Gemeindearbeiten sicher. Im Raum steht auch eine Zusammenarbeit mit Nachbardörfern.
Sander van Riemsdijk
Mit dem erfolgten Ende des Arbeitsverhältnisses mit dem technischen Mitarbeiter, Michel Meier, am 30. September überlegt sich der Gemeinderat von Känerkinden eine Neuorganisation des Werkhofs an der Hauptstrasse. Vor der Anstellung von Meier hatten sich während vieler Jahre mehrere Personen die verschiedenen Arbeiten des Werkhofs im Dorf und in der Umgebung aufgeteilt. Als diese Lösung nicht mehr umsetzbar war, entschied der Gemeinderat, mit der Anstellung von Meier die Arbeiten wieder auf eine Person zu konzentrieren. Nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels nimmt der Gemeinderat den Weggang von Meier nun zum Anlass, sich für die Zukunft des Werkhofs verschiedene Optionen zu überlegen. Dies wurde bereits im Mitteilungsblatt kommuniziert.
Dabei lässt sich der Rat Zeit, wie Gemeindepräsident Adrian Ammann auf Nachfrage der «Volksstimme» mitteilt. «Wir überlegen uns momentan drei Stossrichtungen, sind uns in der Entscheidungsfindung aber noch nicht im Klaren, welche die beste Lösung für das Dorf wäre.» Die erste Option besteht darin, die momentane Interimslösung mit der Aufteilung der Arbeiten auf mehrere Personen beizubehalten. «Wenn sich die Kosten im Rahmen halten und die Qualität gewährleistet ist, ist diese Option durchaus vorstellbar», so Ammann.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, die benötigten Leistungen punktuell einzukaufen. Und die dritte Option wäre, die Werkhofaufgaben mit jenen eines Nachbardorfs zusammenzulegen, um Synergien zu nutzen. Dazu sagt der Gemeindepräsident: «Schon bei der Zusammenlegung der Gemeindeverwaltung mit Wittinsburg stand eine Fusion der beiden Werkhöfe zur Diskussion. Wir wollten uns damals allerdings noch Zeit lassen. Diese Option wäre jetzt auch mit einem anderen Dorf in der Nähe durchaus denkbar.»
Bis eine definitive Lösung für den Känerkinder Werkhof gefunden ist, werden die Arbeiten aufgeteilt, damit die wichtigsten Tätigkeiten während der Übergangszeit sichergestellt werden können. So hat das Team der Firma «Grünmachen» aus Sissach für die Gemeinde den Unterhalt der Aussenanlagen, Werkhofarbeiten, die Betreuung der Abfallsammelstelle und allgemeine handwerkliche Tätigkeiten übernommen.
Viel Koordination nötig
Die Umgebungsarbeiten rund um das Gemeindezentrum und die Mehrzweckhalle werden weiterhin von Susanna Oswald und Werner Hachen ausgeführt. Sie kümmern sich ebenso um die Informationsschilder, die Beflaggung sowie den Weihnachts- und Maibaum.
Die Reinigungsarbeiten hat Resida Lipovic übernommen, die Arbeiten rund um den Wald der Zweckverband Forstrevier oberes Diegtertal.
Die Aufteilung der Arbeiten auf so viele Schultern hat aber auch seine Tücken: Ammann ist sich bewusst, dass die Koordination all dieser Tätigkeiten eine «optimale Organisation der betrieblichen Abläufe» bedingt. «Bis klar ist, wie es mit dem Werkhof weitergeht, ist dies aber gewährleistet.»