Zur Carte blanche «Ein Mindestlohn ist verlockend, aber schädlich» in der «Volksstimme» vom 9. Januar, Seite 2
Am 9. Februar haben wir Stimmberechtigen die Chance, die faire Gesetzesinitiative «22 Franken Mindestlohn im Baselbiet» zu ...
Zur Carte blanche «Ein Mindestlohn ist verlockend, aber schädlich» in der «Volksstimme» vom 9. Januar, Seite 2
Am 9. Februar haben wir Stimmberechtigen die Chance, die faire Gesetzesinitiative «22 Franken Mindestlohn im Baselbiet» zu bejahen.
Beim Abwägen des Dafür und Dagegen leuchtet mir der sozialethische Grundsatz des Zimmermannssohn Jesus ein: «Wer arbeitet, hat Lohn verdient.» (Lukasevangelium 10,7; Bibel in gerechter Sprache). Im heutigen Baselbiet, wo die Wirtschaft solide aufgestellt ist und die Lebenshaltungskosten hoch sind, sind knapp 5 Prozent der Bevölkerung armutsbetroffen, obwohl sie einer Arbeit nachgehen.
Für mich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass jede angestellte Person, die vollzeitlich erwerbstätig ist, einen Lohn erhält, der ihre Grundbedürfnisse abdeckt. Ein gesetzlich allgemeinverbindlich festgelegter Mindestlohn wäre für 7700 direkt betroffene Personen (mehrheitlich Frauen) nicht schädlich, sondern nützlich. Nützlich wäre es auch für das Zusammenleben im regionalen Wirtschaftsraum, weil der Kanton Basel-Stadt einen Mindestlohn (zurzeit 22 Franken) im Sommer 2022 erfolgreich eingeführt hat.
Ich empfehle, am 9. Februar beim kantonalen Mindestlohn Ja zu stimmen.
Hans Sutter, Sissach