Unihockey | 1. Liga: Wild Dogs unterliegen Heimberg im ersten Abstiegsspiel
Im ersten Heimspiel überhaupt diese Saison werden die Wild Dogs am Samstag unter grossem Druck stehen: Nach der Niederlage im ersten Abstiegsspiel gilt für die Oberbaselbieter: Siegen ...
Unihockey | 1. Liga: Wild Dogs unterliegen Heimberg im ersten Abstiegsspiel
Im ersten Heimspiel überhaupt diese Saison werden die Wild Dogs am Samstag unter grossem Druck stehen: Nach der Niederlage im ersten Abstiegsspiel gilt für die Oberbaselbieter: Siegen ist Pflicht. Und dann gleich noch einmal.
Sebastian Wirz
Die Wild Dogs Sissach dürfen am kommenden Samstag erstmals überhaupt diese Saison vor eigenem Publikum auflaufen. Nachdem ihnen in der Qualifikation keine Heimrunde zugeteilt wurde, geht es im ersten Heimspiel aber gleich um alles: Die Wild Dogs müssen gewinnen, wenn das Abenteuer 1. Liga nicht schon nach einem Jahr scheitern soll.
Das erste Spiel der «Best of Three»-Serie gegen 2.-Liga-Gruppensieger UHC Heimberg haben die Oberbaselbieter am Samstag mit 7:9 verloren. Und dennoch will Claudio Dolder, Spielertrainer des 1.-Liga-Schlusslichts, vor dem Duell am Samstag nichts verändern: «Wir haben die richtigen Schlüsse aus dem Videostudium gezogen. Heimberg hat so gespielt, wie wir das erwartet haben», sagt der Gelterkinder. «Wir haben unseren Plan eingehalten, und er hat funktioniert. Wir sind zu unzähligen guten Abschlüssen gekommen. Wir haben ganz einfach nicht getroffen.» Die Effizienz sei sehr schlecht, die Taktik aber richtig gewesen und sie müsse daher nicht über den Haufen geworfen werden. «Wir werden diese Woche einfach noch einmal in die Abschlüsse investieren», sagt Dolder.
Während die Kleinfeld-Unihockeyaner bei ihren Spielrunden jeweils nur 40 Minuten spielen, umfassen die Spiele um den Verbleib in der 1. Liga jeweils 60 Minuten effektive Spielzeit. «Da musst du einfach 10 Tore erzielen, um einen Match zu gewinnen», hält Dolder die Faustregel fest. Insofern ist der Spielertrainer denn auch zufrieden mit der defensiven Leistung: «Ein Heimberger Tor fiel im Powerplay, eines via Penalty und der allerletzte Schuss ging mit dem Schlusspfiff ins leere Tor», rechnet Dolder nach, «bei 3 gegen 3 haben wir also in 60 Minuten 6 Tore erhalten. Das ist absolut im Rahmen.»
Je ein Spiel vor und nach Ostern
Dank der defensiven Stabilität lag denn auch bis zum Schluss alles drin. 8:6 führten die Berner Oberländer kurz vor Schluss. Die Wild Dogs setzten alles auf eine Karte und nahmen den Torhüter raus. Bei 4 gegen 3 gelang den Oberbaselbietern der Anschlusstreffer. Doch ein zweites Überzahl-Tor zum Abschluss wollte nicht gelingen, dafür kassierten die «wilden Hunde» wie erwähnt das neunte Tor mit dem Schlusspfiff.
Bei den Wild Dogs ist der Abstieg kein Thema. Sie wollen alle Energie in die Waagschale werfen, um weiterhin in der höchsten Schweizer Liga spielen zu dürfen. Am Samstag (16 Uhr, Sporthalle Tannenbrunn) soll sie auch das Publikum tragen. Bei einem Sieg käme es schon am Montag zum alles entscheidenden Spiel 3 vor fremder Kulisse – aber das sind sich die Sissacher in dieser Saison ja gewohnt.