Vorwärtsgehen – nicht rückwärts
16.05.2026 GelterkindenAnna-Tina Groelly, Landrätin Grüne, Gelterkinden
Anfang Mai strömten Tausende Menschen bei viel Sonnenschein nach Oltingen, um das Dorffest und den Markt zu besuchen und dabei zu staunen, zu geniessen, zu plaudern, zu verweilen, zu spielen oder zu tanzen. Neben den ...
Anna-Tina Groelly, Landrätin Grüne, Gelterkinden
Anfang Mai strömten Tausende Menschen bei viel Sonnenschein nach Oltingen, um das Dorffest und den Markt zu besuchen und dabei zu staunen, zu geniessen, zu plaudern, zu verweilen, zu spielen oder zu tanzen. Neben den liebevoll und aufwendig gestalteten Kugelbahnen gab es viel zu entdecken; und auch für das leibliche Wohl war rundum gesorgt.
Eine Beiz wurde von Politikerinnen und Politikern aus allen Parteien und weiteren Helfenden geführt. Auch da entstanden viele tolle Begegnungen, angeregte Gespräche und ein fröhliches Miteinander. Solche einzigartigen Anlässe sind nur dank eines sehr grossen Engagements von unzähligen Personen vor, während und nach dem Fest möglich. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die im Einsatz waren und zu einem unvergesslichen Erlebnis beigetragen haben.
Es brauchte an diesem Wochenende nicht nur in Oltingen viele helfende Hände, denn der ganze Kanton wurde wieder einmal mit zahlreichen Wahl- und Abstimmungsplakaten bestückt. Unter ande- rem stimmen wir am 14. Juni über die Initiative «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung» ab.
Die Bevölkerung hat sich bereits vor zwei Jahren hinter das Energiegesetz ge- stellt. Deshalb findet «Energiepolitik mit der Bevölkerung» bereits statt. Das mit dem Gesetz einhergehende Dekret ist seit Anfang dieses Jahres in Kraft und regelt, dass fossile Heizungen mit erneuerbaren Heizsystemen ersetzt werden müssen. Ausnahmen können zum Beispiel aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen bewilligt werden. Die Initiative möchte diese Regelung wieder aufheben.
Die aktuelle weltpolitische Lage zeigt uns unmissverständlich auf, wie stark wir von teurer Energie abhängig sind. Wollen wir den eingeschlagenen Weg in der Energiepolitik verlassen und damit das Rad wieder um Jahre zurückdrehen?
Ich will dies definitiv nicht. Ich will, dass der Volksentscheid akzeptiert wird, dass wir vermehrt einheimische und erneuerbare Energien nutzen, dass die erzielten Fortschritte für eine günstigere und sichere Energieversorgung fortgeführt werden, dass wir an zukünftige Generationen denken, dass wir mit klaren Regeln Planbarkeit und Verlässlichkeit schaffen, dass wir unser Ziel «Netto Null 2050» nicht aus den Augen verlieren und dass wir uns vorwärtsbewegen – nicht rückwärts.
Deshalb lege ich am 14. Juni überzeugt ein Nein zur Initiative «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung» in die Urne und hoffe sehr, dass alle, die vor zwei Jahren das Energiegesetz unterstützt haben (und noch viele mehr), es mir gleichtun. Denn nur so können wir uns von der Abhängigkeit aus dem Ausland mit Versorgungsengpässen und schwankenden Preisen lösen.
In der «Carte blanche» äussern sich Oberbaselbieter National- und Landratsmitglieder sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeindebehörden zu einem selbst gewählten Thema.

