Vereins-Derby in der höchsten Spielklasse
16.10.2026 Sport, Volleyballist in der 2. Liga der Männer doppelt vertreten
Nach dem Aufstieg des zweiten Männerteams des VBC Bubendorf kommt es in der 2. Liga der Volleyballer zu einem vereinsinternen Duell. Dieses bildet morgen für beide Mannschaften den Auftakt zur Meisterschaft.
...ist in der 2. Liga der Männer doppelt vertreten
Nach dem Aufstieg des zweiten Männerteams des VBC Bubendorf kommt es in der 2. Liga der Volleyballer zu einem vereinsinternen Duell. Dieses bildet morgen für beide Mannschaften den Auftakt zur Meisterschaft.
Sebastian Wirz
Die Meisterschaft in der höchsten regionalen Volleyballliga bei den Männern beginnt morgen mit einem Tag voller interner Derbys: Gleich drei Vereine stellen jeweils zwei Teams in der 2. Liga, und die treffen zum Auftakt aufeinander. Neben dem TV Arlesheim und dem VBC Laufen, für die dies keine Premiere darstellt, gehört neu auch der VBC Bubendorf zu den «Doppelten» im Oberhaus.
«Wir als zweite Mannschaft wollten schon lange aufsteigen und haben auch den Konkurrenzkampf mit der ersten Mannschaft gesucht», sagt Tobias Staudt. Der Co-Spielertrainer ist seit Jahren Teil des «Zwöi». Dieses hat als blutjunges Team zuerst die 4. Liga aufgemischt und ab 2023 mit etwas mehr Erfahrung eine Spielklasse höher stets zu den besten Teams gehört, auch wenn es nicht ganz zum Aufstieg reichte. Nach dem 2. Rang im vergangenen Frühling kommt es nun tatsächlich in der höchsten Regionalliga zum vereinsinternen Duell mit dem «Eins».
«Für mich bedeutet dieses Derby persönlich viel», sagt Staudt, «wir haben endlich die Chance, die erste Mannschaft herauszufordern.» Er weiss um die Routine und Stärke der «Eins»-Spieler, freut sich aber auf das Duell: «Wir versuchen, ein cooles Spiel daraus zu machen.» «Ein Sieg wäre das absolute Highlight. Wir sind im Durchschnitt etwa zehn Jahre jünger», ergänzt Tobias Staudts älterer Bruder Kay, auch er Spielertrainer und mit Jahrgang 1997 sozusagen Teamsenior.
Spieler können nicht aushelfen
Das Reglement erlaubt es Junioren, in mehreren Ligen eingesetzt zu werden. Innerhalb einer Spielklasse sind Einsätze für verschiedene Teams aber nicht möglich. So können in Bubendorf keine Spieler mehr beim jeweils anderen Team aushelfen, was bis zum Aufstieg noch möglich – und teilweise nötig – war. Zu einer grundsätzlichen Neuaufteilung von Spielern auf die beiden 2.-Liga-Mannschaften ist es im Sommer dennoch nicht gekommen. Beide treten im Kern mit dem Kader des Vorjahrs an.
Neu zum «Zwei» sind zwei junge externe Spieler gestossen. Das Saisonziel der Aufsteiger ist entsprechend so einfach zu benennen wie schwierig zu erreichen: Ligaerhalt. Das Fanionteam orientiert sich dabei eher gegen vorne: «Wir wollen um die Top 3 mitspielen», sagt Trainer Dominique Ancel. Das im Vorjahr sehr knappe Kader hat sich dank neuer, erfahrenen Spielern verbreitert. «Wir können endlich auf jeder Position wechseln», sagt Ancel. In der ersten Runde des Schweizer Cups hat sich Ancels Team im September gegen Zweitligist Laufenburg-Kaisten durchgesetzt. Vorgestern sind die Bubendörfer in der zweiten Runde an Zelgli Aarau (2. Liga) mit 1:3 gescheitert.
Weil es beim Vorbereitungsturnier in der Sporthalle Sappeten im September immer wieder zum Direktduell der beiden Männerteams kommt, ist das Aufeinandertreffen für die Bubendörfer keine Neuheit. Doch ein «echtes» Derby zum Saisonstart ist etwas anderes als ein Trainingsspiel. Auch der Favorit freut sich auf die Begegnung: «Es gibt sicher ein cooles und kollegiales Spiel, mit dem einen oder anderen Spruch», sagt «Eins»-Trainer Ancel, «aber trotz aller Freundschaft werden wir entschlossen und konzentriert auftreten.»
