Enrico Rampinelli fesselte das Publikum im «Moosmatt»
Die schwedischen Barock-Trompeten sind in Münchenstein nachgebaut worden, und die überaus wertvollen Funde der Unterwasserarchäologie kann man heute im schwedischen Museum in Kalmar bewundern …
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Enrico Rampinelli fesselte das Publikum im «Moosmatt»
Die schwedischen Barock-Trompeten sind in Münchenstein nachgebaut worden, und die überaus wertvollen Funde der Unterwasserarchäologie kann man heute im schwedischen Museum in Kalmar bewundern …
Aber die Bewohnerschaft vom Altersheim Moosmatt durfte in der letzten Oktoberwoche durch einen Vortrag mit Bildern die Bergung der «Kronan» vor Öland miterleben. Enrico Rampinelli entführte uns in die Vergangenheit der schwedischen Ostsee-Kriege.
Unter dem unerfahrenen, aber reichen Lorentz Creutz kam es am 1. Juni des Jahres 1676 zu einer Schieflage und Explosion der «Kronan». Die Besatzung bestand aus etwa 500 Seeleuten und 300 Soldaten. Insgesamt hatte die «Kronan» 126 Kanonen, die sich auf drei Decks verteilten. Gesunken ist das goldene Riesenschiff sehr schnell, und mit ihm das volle Orchester, die Schiffsglocke, die Kanonen und Schätze, wie Möbel und Silbermünzen, die mithilfe von Enrico aus dem Meeresboden geborgen wurden.
Enrico Rampinelli wohnt heute in Reigoldswil und hat nach einer kaufmännischen Ausbildung im Teppichhandel in der ganzen Welt freiberuflich zu Fragen der Sicherheit vor Fälschungen gearbeitet. Er hat in London, China, Norwegen und auf den Philippinen gelebt – ein weiterer Beweis für die Richtigkeit des Plakats unterhalb des Pfarrhauses: «Reigoldswil und die Welt.»
Sein Hobby hat er auch sehr professionell verfolgt: das Tauchen nach archäologischen Unterwasserschätzen. Als Herausgeber und Autor der «Taucher-Revue» war er im Welttauchverband aktiv und hat für seine Verdienste im «Kulturschutz unter Wasser» eine Ehrung aus dem Saint Peter College, Oxford, erhalten.
Dorothee Löhr, Pfarrerin Kirchgemeinde Reigoldswil-Titterten