Trio tritt erneut an
15.10.2026 BöcktenDas Rennen um den freien Gemeinderatssitz bleibt auch im zweiten Wahlgang spannend
In Böckten kommt es am 29. November zum zweiten Wahlgang um den vakanten Gemeinderatssitz. Peter Fiechter, Ermin Kumalic und Zeliha Uysal treten alle erneut an. Neben dem erfahrenen Fiechter rechnen ...
Das Rennen um den freien Gemeinderatssitz bleibt auch im zweiten Wahlgang spannend
In Böckten kommt es am 29. November zum zweiten Wahlgang um den vakanten Gemeinderatssitz. Peter Fiechter, Ermin Kumalic und Zeliha Uysal treten alle erneut an. Neben dem erfahrenen Fiechter rechnen sich auch seine beiden Herausforderer Chancen aus.
Sander van Riemsdijk
Es wird nochmals spannend um das Mandat des zurückgetretenen Gemeinderats Alessio Hertig in der Dorfexekutive von Böckten. Die drei Kandidierenden Peter Fiechter, Ermin Kumalic und Zeliha Uysal verpassten bei der Ersatzwahl vom 27. September allesamt das absolute Mehr von 143 Stimmen. Die «Volksstimme» wollte vor dem zweiten Wahlgang am 29. November von den Kandidierenden wissen, ob sie mit diesem Resultat gerechnet hatten und ob sie zur Nachwahl antreten werden. Bei dieser ist kein absolutes Mehr erforderlich. Es gewinnt jene Person, die am meisten Stimmen holt. Rund sechs Wochen vor dem neuerlichen Gang an die Urne ist der Tenor klar: Alle drei wollen es nochmals wissen und steigen erneut ins Rennen um den freien Gemeinderatssitz.
«Nachdem schon zwei Frauen in der Exekutive vertreten sind, will die Bevölkerung nicht noch eine Frau», vermutet Zeliha Uysal, verheiratete Mutter von drei Kindern. So erklärt sie sich, weshalb sie im ersten Wahlgang mit 63 Stimmen an letzter Stelle landete. Sie ist der Ansicht, dass ältere Leute ihre Stimme eher Personen geben, die im fortgeschrittenen Alter sind und schon länger im Dorf wohnen. «Ich soll bei jungen Leuten mehr Werbung für mich machen», schlussfolgert sie.
Unbekannt ist Zeliha Uysal in Böckten jedoch nicht. Sie wohnt schon seit 17 Jahren im Dorf und leitet seit 2020 den Mittagstisch. Gross enttäuscht über ihr Wahlresultat ist Uysal nicht. Sie rechnet sich für den zweiten Wahlgang durchaus Chancen aus, geht die Sache aber locker an: «Ich habe mir gesagt: ‹So wie es kommt, kommt es halt.›»
Auch Ermin Kumalic, Vater von zwei Kindern und Teamleiter im BLT-Servicecenter, lässt sich vom Resultat aus dem ersten Wahlgang nicht entmutigen. Er hatte 98 Stimmen erhalten. «Dafür, dass ich mich zum ersten Mal um ein solches politisches Amt bewerbe, darf ich zufrieden sein.
Immerhin haben doch fast 100 Leute an mich als künftiges Gemeinderatsmitglied geglaubt», sagt er mit einem Lächeln.
Über die Gründe, weshalb es nicht auf Anhieb gereicht hat, kann er nur spekulieren: «Vielleicht, weil ich erst sechs Jahre in der Gemeinde wohne und viele Böckter mich nicht kennen.» Für die zweite Runde rechnet sich Kumalic gute Chancen aus und verweist auf den geringen Unterschied von lediglich 15 Stimmen zu Peter Fiechter, der Ende September die meisten Stimmen (113) geholt hat.
Fiechter ist in Böckten ein bekanntes Gesicht: Als früherer Gemeinderat verfügt er über 14 Jahre Erfahrung in der Böckter Exekutive. Aufgrund des Resultats aus dem ersten Wahlgang geht er als Favorit in die zweite Runde. Dass diese überhaupt nötig wird, hat ihn nicht überrascht: «Bei drei Kandidierenden lag es auf der Hand, dass im ersten Wahlgang sehr wahrscheinlich niemand das absolute Mehr erreicht.»
Peter Fiechter sieht der Entscheidung Ende November gelassen entgegen. «Es gibt sicher eine spannende Wahl. Wir werden sehen, was dabei herauskommt», sagt er.



