Tradition, Bewegung und Geselligkeit
05.05.2026 DiegtenBanntag lockte zahlreiche Teilnehmende an
Rund 120 Personen zogen am Diegter Banntag entlang der Gemeindegrenzen. Zum Traditionsanlass gehören auch blumengeschmückte Hüte, Schüsse und ein gemütlicher Festausklang.
Sander van Riemsdjik
...Banntag lockte zahlreiche Teilnehmende an
Rund 120 Personen zogen am Diegter Banntag entlang der Gemeindegrenzen. Zum Traditionsanlass gehören auch blumengeschmückte Hüte, Schüsse und ein gemütlicher Festausklang.
Sander van Riemsdjik
Zum Auftakt des Diegter Banntags am Samstag spielte der örtliche Musikverein vor dem alten Schulhaus, während sich der Vorderladerclub mit den ersten Schüssen bereits kräftig bemerkbar machte. In diesem Jahr führten zwei Routen entlang der östlichen Banngrenze. Beim Start am frühen Nachmittag übernahmen Bürgerratspräsident Daniel Hachen als Rottenchef der längeren Route und Marcel Schödler, Vizepräsident des Bürgerrats, als Rottenchef der kürzeren Route das Kommando.
Die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich sichtlich auf dieses Volks- und Familienfest – ein Brauchtum, das längst auch Auswärtige willkommen heisst. In Wanderausrüstung und mit blumengeschmückten Hüten als Erkennungsmerkmal setzten sich die zwei Rotten in unterschiedliche Richtungen in Bewegung. Die gemütlichere Rotte erreichte bald die Hofmatt, wo es auf der anderen Strassenseite bergauf in Richtung Tenniker Grenze ging – auf der Suche nach mutwillig verschobenen Grenzsteinen. Wanderstöcke wurden keine mitgeführt, auch wenn die Steigungen gelegentlich anspruchsvoll waren. «Wie sportlich doch die Diegter sind», liess sich ein Teilnehmer vernehmen.
In geselliger Atmosphäre referierte Marcel Schödler unterwegs anhand der teils kaum noch lesbaren Grenzsteine über regionale Geografie, über drei- und viereckige Steine sowie über die Geschichte von Diegten und seinen Nachbardörfern. Nach rund zwei Stunden Wanderung in der Hitze traf die Rotte beim Sonnenberger Waldrand ein. Gegen Hunger und Durst bot die Bürgergemeinde eine Zwischenverpflegung mit Wurst, Brot und Getränken.
Gestärkt ging es weiter via Känerkinder Grenze und Erlihof bis zum Werkhof als Endstation. Dort sorgten die Frauenriege Diegten gemeinsam mit der Jagdgesellschaft Diegten/Känerkinden mit einer Festwirtschaft für den gemütlichen Ausklang eines sonnigen Banntags.
Drainagen: Diegten will Klarheit
je. Die Gemeinde Diegten will ihr Drainagesystem umfassend modernisieren. Ein grosser Teil der Leitungen stammt noch aus den 1950er- und 1960er-Jahren und reicht teilweise bis in die Nachbargemeinden Bennwil und Känerkinden, heisst es im Gemeindeblatt. Drainagen sind unterirdische Rohrsysteme, die überschüssiges Wasser aus Böden ableiten und so landwirtschaftliche Flächen nutzbar halten. In Diegten fehlt bis heute eine vollständige digitale Erfassung der Anlagen und der Unterhalt erfolgte nur punktuell. Nun plant die Gemeinde ein Gesamtkonzept für die Drainagen. Ziel ist es, sämtliche Leitungen in einem digitalen Leitungskataster (GIS) zu erfassen, ihren Zustand systematisch zu beurteilen und auf dieser Grundlage einen Unterhalts- und Sanierungsplan zu erstellen. Gleichzeitig sollen zentrale Fragen zur künftigen Bewirtschaftung geklärt werden. Auch ökologische Aspekte zur Aufwertung der Landschaft sollen geprüft werden.
Mit dem Projekt will Diegten sowohl die langfristige Funktionsfähigkeit der Entwässerung sicherstellen als auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.

