Statistisches Amt weist Rechnungsabschlüsse aus
jg. Regierungsrat Anton Lauber («Mitte») dürfte mit dem Haushalten der Gemeinden zufrieden sein. Mehr als die Hälfte, nämlich 53, schlossen das Jahr 2025 mit einem Überschuss ab. Dass unter ...
Statistisches Amt weist Rechnungsabschlüsse aus
jg. Regierungsrat Anton Lauber («Mitte») dürfte mit dem Haushalten der Gemeinden zufrieden sein. Mehr als die Hälfte, nämlich 53, schlossen das Jahr 2025 mit einem Überschuss ab. Dass unter dem Strich gleichwohl ein Minus von rund 6 Millionen Franken resultierte, liegt vor allem an den Grossgemeinden im Bezirk Arlesheim. Dieser verzeichnete als einziger ein Minus, unter anderem weil Muttenz ein Defizit von 4,7 Millionen Franken nach Liestal vermelden musste. Das geht aus der Zusammenstellung aller 86 Gemeinde-Abschlüsse hervor, die das Amt für Daten und Statistik jüngst lieferte.
Rund die Hälfte der 31 Gemeinden, die das vergangene Jahr mit einem Minus abschlossen, liegt im Oberbaselbiet. Dabei stehen die alphabetischen Nachbarn Tecknau und Tenniken mit einem Defizit von 402 000 respektive 462 000 Franken unangefochten an der Spitze. Betrachtet man das Minus im Verhältnis zum Aufwand, so bildet Tecknau im Oberbaselbiet die unrühmliche Spitze: Es beträgt fast 11 Prozent.
Zum Vergleich: Zunzgen schloss im vergangenen Jahr auch mit einem satten Minus von 273 000 Franken. Weil sich diese Zahl in der drittgrössten Gemeinde des Bezirks aber auf einen Saldo von 13,3 Millionen Franken verteilt, beläuft sich der Verlust pro Kopf auf relativ vertretbare 97 Franken. Das mit Abstand höchste Pro-Kopf-Minus erzielte im Oberbaselbiet die Gemeinde Kilchberg. Das Defizit in der Höhe von 94 000 Franken hinterlässt pro Einwohner eine zusätzliche Last von 524 Franken. In dieser Statistik folgen ihr Tenniken (487 Franken), Zeglingen (375), Rothenfluh (273) und Bennwil (265).
Und auf der anderen Seite der Skala? Lupsingen ist mit einem Plus von 1,9 Millionen Franken, das die Gemeinde vorab der Neubeurteilung des Finanzvermögens und höheren Steuereinnahmen verdankt, im Oberbaselbiet einsamer Spitzenreiter. Pro Kopf ergibt das 1217 Franken.