Spitzenplatzierung in der Wüste
14.04.2026 Sport, Weitere SportartenLars Gysin brilliert beim «Marathon des Sables»
tw. Der «Marathon des Sables» zählt zu den anspruchsvollsten Etappenläufen weltweit. In der marokkanischen Sahara müssen die Teilnehmenden nicht nur gegen extreme Hitze ankämpfen, ...
Lars Gysin brilliert beim «Marathon des Sables»
tw. Der «Marathon des Sables» zählt zu den anspruchsvollsten Etappenläufen weltweit. In der marokkanischen Sahara müssen die Teilnehmenden nicht nur gegen extreme Hitze ankämpfen, sondern auch ihre gesamte Verpflegung eigenständig transportieren. Mit Lars Gysin hat am Samstag ein Oberbaselbieter das Rennen auf dem 17. Platz beendet.
Mehr als 270 Kilometer legte der Ormalinger Ultraläufer in der vergangenen Woche zurück. Der «Marathon des Sables» ist in sechs Etappen aufgeteilt. Die Teilnehmenden müssen sich selbst verpflegen, ein Rucksack mit 9 Kilogramm Gewicht kam also für Gysin hinzu. Zwischen den Etappen schlafen die Athleten in Zelten. Selbstredend bringen die extremen klimatischen Bedingungen der Wüste die Läuferinnen und Läufer an ihre körperlichen sowie mentalen Grenzen.
«Die Hitze machte allen zu schaffen. Zudem zog während einer der sechs Etappen ein Sandsturm auf, was sehr unangenehm war», bilanzierte der 25-Jährige nach dem Rennen auf Anfrage. Der Oberbaselbieter beendete das Rennen in 28:07 Stunden als bester Schweizer auf dem 17. Platz; teilgenommen haben mehr als 1500 Athleten aus 68 Ländern. «Ursprünglich habe ich mit einer Endplatzierung unter den ersten 50 gerechnet», so Gysin, «natürlich bin ich sehr zufrieden mit der Zeit. Ich bin etwas überrascht, dass ich so weit nach vorne gekommen bin.»
Der Sieger des Rennens heisst Mohammed El Morabity. Der Lokalmatador untermauerte die Vormachstellung der einheimischen Läufer: Von 50 Austragungen haben Marokkaner 40 gewonnen.
Schwierig war für Gysin insbesondere die Selbstversorgung: «Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das Rennen aus läuferischer Sicht schwieriger vorgestellt», so Gysin nach dem Wettkampf. «Eine grössere Herausforderung war vielmehr das konstante Kaloriendefizit, in dem du dich sechs Tage lang befindest», erklärte das Mitglied des TV Hemmiken, das auch beim SC Liestal trainiert. Daneben habe er jeweils im Zeltlager nicht sehr gut geschlafen. Trotz dieser Hürden wird Gysin den «Marathon des Sables» in positiver Erinnerung behalten: «Die Landschaft war atemberaubend, auch die Organisation war super».
