Spezialistin gibt Tipps
19.03.2026 RickenbachKampf gegen Asiatische Hornisse
bbu. Maria Corpataux, Koordinatorin zur Bekämpfung Asiatischer Hornissen, gab an einem Vortrag in Rickenbach Tipps, was man im Frühling unternehmen kann, damit der ungebetene Gast für uns nicht gefährlich wird und ...
Kampf gegen Asiatische Hornisse
bbu. Maria Corpataux, Koordinatorin zur Bekämpfung Asiatischer Hornissen, gab an einem Vortrag in Rickenbach Tipps, was man im Frühling unternehmen kann, damit der ungebetene Gast für uns nicht gefährlich wird und unsere Natur entlastet werden kann.
Mit den ersten warmen Frühlingstagen werden auch die Insekten wieder aktiv. Neben Hummeln und Bienen auch Wespen und Hornissen. Da unter anderem bei Wespen und Hornissen die Völker im Herbst absterben und nur die Königinnen überwintern, dauert es noch einen Moment, bis sich hier wieder für uns sichtbare Staaten gebildet haben. Im Mai sollte Nestern der Asiatischen Hornisse besondere Beachtung geschenkt werden. Bei ihnen bilden sich im Laufe des Frühlings beige, eher kleine, regelmässig kugelige Primärnester mit einer Öffnung nach unten. Diese werden im Bodenbereich sowie in bis zu 2,5 Metern Höhe in Hecken, Sträuchern, Gartenhäuschen, Geräteschuppen, Velounterständen, et cetera angelegt.
Diese Nester sind nicht zu verwechseln mit jenen der Europäischen Hornisse, die ebenfalls rund und beige sind. Das Tier dieser Art wirkt im Flug jedoch rostrot und gelb. Die Asiatische Hornisse hingegen ist schwarz und hat gut erkennbare gelbe Beine.
Angriffe in grösseren Gruppen
Der invasive Neozoon kann Menschen gefährlich werden. Ein einzelner Stich ist wie bei unserer einheimischen Hornisse schmerzhaft, aber ungefährlich. Da Asiatische Hornissen bei hastigen Bewegungen aggressiv reagieren und dann auch in grösseren Gruppen zustechen, kann es für Kinder wie auch Erwachsene gefährlich werden. «Daher ergibt es Sinn, ab Mai Stellen, wo sich Nester befinden könnten, zu kontrollieren», erklärte Corpataux. Bei der Sichtung eines Nestes oder auch eines Tiers im Flug sei diese Beobachtung auf der Website www.asiatischehornisse.ch zu melden. Mit der Entfernung dieser Nester, so die Spezialistin, könne verhindert werden, dass der noch relativ kleine Staat Sekundärnester in hohen Bäumen baut. Dies helfe, die Kosten zur Bekämpfung zu senken und sorge auch dafür, dass sich die Hornisse weniger rasch vermehrt, was die Natur entlaste.
Laut Studien dauert es rund 10 Jahre, bis sich natürliche Gegenspieler entwickelt haben, erklärte Corpataux. Im Falle der Asiatischen Hornisse könne unsere Region von der Klimaerwärmung profitieren: Die Chance sei gross, dass sich das Vorkommen von insektenfressenden Wespenbussarden und Bienenfressern von Frankreich über das westliche Baselbiet ins obere Baselbiet verschiebt. Auch sei es möglich, dass sich andere Grossinsekten auf die Jagd auf Asiatische Hornissen spezialisieren.
Corpataux stellte klar, dass wir lernen müssten, mit dem Insekt zu leben. Mit dem Entfernen der Nester könne unsere Natur entlastet werden, bis sie von sich aus effiziente Gegenspieler hervorgebracht habe.
