Trotz Verzögerung liegt der Bau im Zeitplan
Mit dem Spatenstich für den neuen Werkhof hat die Einwohnergemeinde Reigoldswil am Dienstag einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht. Für 1,65 Millionen Franken entsteht eine Infrastruktur, die Bauhof, Feuerwehr und Forst ...
Trotz Verzögerung liegt der Bau im Zeitplan
Mit dem Spatenstich für den neuen Werkhof hat die Einwohnergemeinde Reigoldswil am Dienstag einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht. Für 1,65 Millionen Franken entsteht eine Infrastruktur, die Bauhof, Feuerwehr und Forst unter einem Dach vereint.
Willi Wenger
Am Standort des alten Werkhofs am nördlichen Dorfeingang von Reigoldswil haben die Bagger am Dienstag die ersten Arbeiten aufgenommen. Bis im Spätsommer sollen das neue Feuerwehrmagazin und der erneuerte Bauhof in Betrieb genommen werden. Auch die Forstbetriebe Frenkentäler werden einziehen. Insgesamt werden auf dem Gelände – das der Kanton vor 34 Jahren vom ehemaligen Tiefbauamt übernommen hatte – drei Betriebe tätig sein. Ihre Mitarbeitenden sollen dort nicht nur zeitgemäss, sondern auch nachhaltig arbeiten können.
Gemeindepräsident Fritz Sutter, René Plattner als Leiter der Steuerungsgruppe Raumplanung 4418 sowie Bauleiter Lucian Seiler freuten sich am Spatenstich über den entstehenden Bau. Gleichzeitig wiesen sie auf die anspruchsvollen Herausforderungen der kommenden Monate hin: Neben den eigentlichen Bauarbeiten muss auch die Umgebung gemäss den gesetzlichen Vorgaben gestaltet werden.
Plattner sprach in diesem Zusammenhang den geplanten Steinschlagzaun an. Dieser soll das Felsband am darüber liegenden «Horn» sichern und mögliche Steinschläge verhindern. Der Zusatzbau war bei der Kreditgenehmigung durch die Gemeindeversammlung im August vergangenen Jahres noch kein Thema – er kostet 200 000 Franken zusätzlich. Gemeindepräsident Sutter gibt jedoch Entwarnung: «Dieser Betrag wird zu grossen Teilen von der Eidgenossenschaft und vom Kanton übernommen, sodass die notwendige Sondervorlage an die Gemeindeversammlung deutlich abgefedert wird.»
Nachhaltigkeit und Zeitplan
Trotz Verzögerungen beim Baustart – bedingt durch aufwendige Abklärungen und Gutachten im Baubewilligungsverfahren – rechnet Plattner damit, dass die Inbetriebnahme plangemäss erfolgen kann. Das Projekt beinhaltet auch neue nachhaltige Elemente: Auf dem Dach des Feuerwehrmagazins wird eine Photovoltaikanlage installiert, und das Regenwasser vom Dach des Werkhofs wird in einen 20 000-Liter-Tank geleitet. Das Wasser soll für interne Arbeiten genutzt werden – etwa zum Spülen von Leitungen, zum Waschen der Fahrzeuge oder zum Reinigen von Maschinen.
Bis im Sommer soll der Feuerwehrtrakt fertig sein, der Werkhof folgt im Herbst, die Forst-Infrastruktur danach. Sobald der Umzug abgeschlossen ist, kann das alte Feuerwehrmagazin im Dorfzentrum zurückgebaut werden. Ab Mitte dieses Jahres soll gemäss Zeitplan auch die ehemalige Gemeindeverwaltung weichen. An ihrer Stelle sind unter anderem eine Arztpraxis und bezahlbare Wohnungen geplant.