Hände weg vom freien Sonntag
Ich habe mit grosser Sorge erfahren, dass der Nationalrat daran festhält, den Kantonen künftig bis zu zwölf statt bisher vier bewilligungsfreie Sonntagsverkäufe pro Jahr zu ermöglichen. Ich arbeite selbst seit ...
Hände weg vom freien Sonntag
Ich habe mit grosser Sorge erfahren, dass der Nationalrat daran festhält, den Kantonen künftig bis zu zwölf statt bisher vier bewilligungsfreie Sonntagsverkäufe pro Jahr zu ermöglichen. Ich arbeite selbst seit Jahren im Detailhandel und ich habe auch meine Ausbildung zum Detailhandelsfachmann abgeschlossen. Ich kenne die Belastungen, die dieser Beruf und diese Branche mit sich bringen können, aus eigener Erfahrung.
Eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe lehne ich ab. Die Fachkräfte im Detailhandel arbeiten bereits samstags regelmässig und gerade an diesen Tagen kann die Belastung besonders hoch sein. Wenn deutlich mehr Sonntagsarbeit möglich wird, bedeutet dies für viele Arbeitnehmende eine zusätzliche Belastung.
Hinzu kommt, dass eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe für die Arbeitgeber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Beispielsweise durch Zulagen und höheren Personalaufwand. Für mich wiegt aber ein anderer Punkt besonders schwer: Die Angestellten verlieren dadurch wertvolle Zeit für Familie, Partner, Freunde und besonders die Erholung kommt zu kurz. Eine gesunde «Work-Life-Balance» wird durch die Gesetzesänderung zusätzlich erschwert.
Aus diesen Gründen begrüsse ich es, wenn gegen dieses Gesetz, sollte es angenommen werden, das Referendum ergriffen wird.
Lukas Schenk, Gelterkinden