Anic Ritter überzeugte auf internationaler Bühne
Beim zweiten Wettkampf der «Track European Series», der vom 9. bis 12. April im portugiesischen Lagos stattfand, präsentierte sich die junge Speedskaterin Anic Ritter aus Diepflingen in bestechender Form. Gegen ...
Anic Ritter überzeugte auf internationaler Bühne
Beim zweiten Wettkampf der «Track European Series», der vom 9. bis 12. April im portugiesischen Lagos stattfand, präsentierte sich die junge Speedskaterin Anic Ritter aus Diepflingen in bestechender Form. Gegen starke internationale Konkurrenz bestätigte sie eindrücklich ihr Potenzial.
Ritter steht seit ihrem fünften Lebensjahr auf Inlineskates und trainiert heute an fünf bis sechs Tagen pro Woche. Sie gehört sowohl dem Team Powerslide Switzerland als auch dem Schweizer Nationalkader an. In Lagos startete sie in der Kategorie Kadetten (13- bis 14-jährige Mädchen)
– gemeinsam mit knapp 60 Athletinnen aus aller Welt.
Ritter zeigte über alle Distanzen hinweg konstant starke Leistungen. Über die 1000 Meter erkämpfte sie sich den hervorragenden 2. Rang und musste sich lediglich einer Athletin aus Venezuela geschlagen geben. Auch über die weiteren Distanzen wusste sie zu überzeugen: Mit einem vierten Platz über 100 Meter sowie Rang fünf über 500 Meter unterstrich sie ihre Vielseitigkeit und ihre starke Form.
Der Anlass war hochkarätig besetzt: Rund 700 Athleten aus mehr als 25 Nationen nahmen über alle Kategorien hinweg teil. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Ritters Resultaten einzuschätzen – insbesondere angesichts ihres jungen Alters und der grossen Konkurrenzdichte.
Anic Ritter hat ihr Training in den letzten Jahren stetig professionalisiert. Sie trainiert gemeinsam mit ihrem Trainer Benjamin Feer und einer internationalen Leistungsgruppe mit Athleten aus der Schweiz, Deutschland und Kolumbien und nutzt dabei regelmässig die optimalen Bedingungen in der überdachten 200-Meter-Bahn in Geisingen (Deutschland).
Auch die Saisonvorbereitung wurde gezielt gestaltet: Im März absolvierte Ritter ein zehntägiges Trainingslager auf Madeira, ergänzt durch eine Trainingswoche im Winter in Inzell.
Diese Kombination aus strukturiertem Training, internationalem Austausch sowie optimalen Trainingsbedingungen zahlt sich nun sichtbar aus.
Benjamin Feer, Oberbipp