2. Liga: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Rheinfelden 5:3 (1:1; 4:1; 0:1)
Der EHC Zunzgen-Sissach bleibt dank eines 5:3-Siegs gegen Rheinfelden an der Spitze der 2. Liga. Am Samstag kommt es in Sursee zum Spitzenspiel zweier ungeschlagener Teams.
Sebastian Wirz
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2. Liga: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Rheinfelden 5:3 (1:1; 4:1; 0:1)
Der EHC Zunzgen-Sissach bleibt dank eines 5:3-Siegs gegen Rheinfelden an der Spitze der 2. Liga. Am Samstag kommt es in Sursee zum Spitzenspiel zweier ungeschlagener Teams.
Sebastian Wirz
Wenn der EHC Zunzgen-Sissach wie am vergangenen Freitag auf den EHC Rheinfelden trifft, ist das ein Spiel unter alten Bekannten. Dass seit der Bündelung der stärksten Amateureishockey-Kräfte der Region in Sissach 2022 mehrere Spieler für ZS auflaufen, die davor in Rheinfelden spielten, ist aus der erfolgreichen jüngeren Vergangenheit bestens bekannt. Doch unter dem Druck des leistungsorientierten Projekts in Sissach gab es auch eine Bewegung in die andere Richtung: Mehrere ehemalige ZS-Junioren laufen für Rheinfelden auf und gehörten am Freitag bei der 3:5-Niederlage der Fricktaler auf der Sissacher «Kunsti» zum Kader.
«Es ist immer noch etwas Spezielles, hier zu spielen», sagt etwa Lion Wirz. Der Captain der Rheinfelder verliess ZS in der U15 und machte in Basel alle Nachwuchsstufen bis zur U20 durch. Als er 2022 zu den Aktiven wechseln wollte, war der Weg ins Fanionteam in Sissach durch die zahlreichen starken Neuzugänge versperrt. Der Sissacher kam in Rheinfelden unter und mauserte sich zum Stammspieler. Nun ist er im zweiten Jahr Captain des Teams. «Auswärtsspiele auf der ‹Kunsti› sind einerseits speziell, weil ich immer viele Menschen kenne. Andererseits komme ich als Sissacher zu Fuss mit meinem Material», sagt Wirz, «es ist ein bisschen wie zu Juniorenzeiten.»
Zwischensprint reicht Heimteam
Wirz’ Rheinfelder waren einem Punktgewinn am Freitag näher, als es den stark favorisierten Gastgebern lieb war. Die Gäste gingen in Führung, und ZS hatte wie schon in Laufen Mühe, die zahlreichen Chancen in Tore umzumünzen. Remo Hunziker glich dennoch vor der ersten Sirene aus, und als das Heimteam mit einem Sprint im Zwischendrittel durch Tore von Jérôme Lanz, Silian Gyger, Ueli Dietrich und Rony Spreyermann auf 5:1 davonzog, rechneten viele mit einem Kantersieg. Doch ein Time-out von Rheinfelden-Trainer Guy-Noel Klar – auch er ein langjähriger ehemaliger ZS-Spieler – zeigte Wirkung: Die Aargauer stabilisierten sich und kamen immerhin auf 3:5 heran. «Wir haben den Meister gekitzelt», bilanzierte Wirz trotz der Niederlage zufrieden.
ZS geht damit ungeschlagen ins Spitzenspiel gegen Sursee am Samstag. Die beiden gemäss Tabelle klar besten Teams in einer überraschend ausgeglichenen 2.-Liga-Gruppe machen unter sich aus, wer als Favorit zu handeln ist.
TELEGRAMM
EHC Zunzgen-Sissach – EHC Rheinfelden 5:3 (1:1; 4:1; 0:1). Eishalle: Sissach. Zuschauer: 313. Schiedsrichter: Bolinger, Strametz. Tore: 8. M. Lenz (Flückiger) 0:1; 19. Hunziker (Di Biase, Riva) 1:1; 22. J. Lanz (Gysi) 2:1; 24. Gyger (Hunziker) 3:1; 26. Dietrich (Spreyermann, Di Biase/Ausschluss R. Flückiger) 4:1; 32. Spreyermann (Bertschy, Dietrich) 5:1; 36. Flückiger (De Simone, Wirz/Ausschluss Dietrich) 5:2; 50. Scerbakovs (De Simone) 5:3. Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen ZS, 4-mal 2 Minuten gegen Rheinfelden.
ZS: Lepori; Riva, Dietrich; Gysi, Gusset; Dörig, G. Lenz; Hunziker, Gyger, Di Biase; Bertschy, Arm, J. Lanz; Niederhauser, Re. Müller, Spreyermann; Bucher.
Rheinfelden: E. Buchschacher; Körkel, J. Buchschacher; Odrich, P. Lenz; T. Graf, M. Lenz; Wirz, Flückiger, De Simone; Scerbakovs, Stäubli, R. Graf; Gafner, Stehrenberger, Ra. Müller.