NKL erreicht beim Heim-Final Podestplatz
Vor rund 150 Personen hat sich das NKL-Team im spannenden Ligafinal der Schweizer Turnliga den 3. Schlussrang gesichert. Nach denkbar schlechtem Beginn boten die Gastgeber einen starken Schlussspurt.
Markus Graf
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NKL erreicht beim Heim-Final Podestplatz
Vor rund 150 Personen hat sich das NKL-Team im spannenden Ligafinal der Schweizer Turnliga den 3. Schlussrang gesichert. Nach denkbar schlechtem Beginn boten die Gastgeber einen starken Schlussspurt.
Markus Graf
In einem beachtlichen Schlussspurt an den beiden letzten Geräten haben die fünf Turner des Nordwestschweizerischen Kunstturn- und Trampolinzentrums Liestal (NKL) am Freitag beim Final der Schweizer Turnliga im Duell gegen die Aargauer Mannschaft einen 5:13-Rückstand in einen 21:15-Sieg verwandelt. In der Schlussrangliste lagen sie mit den Aargauern und den Zürchern gleichauf auf Rang 2 der Sechserliga. Alle hatten über die ganze Saison des modernen Formats gesehen drei Rundenduelle für sich entscheiden können. Die Gerätepunkte mussten über die Rangierung entscheiden. Das NKL hatte vier weniger als die Aargauer und musste deshalb mit dem 3. Platz Vorlieb nehmen. Der erfahrene, 32-jährige Team-Captain Janick Brunner (TV Lupsingen), Quentin Weber (TV Gelterkinden), Levi Rüsch (TV Inzlingen), Benaja Munsch und Yannick Huber (beide TV Ziefen) waren damit mehr als zufrieden. Waren sie doch vor den beiden letzten Geräten auf Rang vier zurückgefallen.
Der grosse Pokal ging an Schaffhausen. Davor ungeschlagen und nicht einzuholen, mussten sich die Ostschweizer überraschend und knapp den Zürchern beugen.
Dominanter Wettkampfschluss
Der Final in der eigenen Trainingshalle Rosen hatte für die Gastgeber denkbar schlecht begonnen: Die ersten Disziplinen Boden und Pferd gingen verloren. Das Zwischentotal von 3:11 deutete auf einen deutlichen Gästesieg und den vierten Schlussrang für die Baselbieter hin. Erst an den Ringen holte Janick Brunner einen nennenswerten Vorsprung auf seinen Duell-Gegner heraus und sicherte den Baselbietern ihr erstes Gerät knapp mit zwei Scorepunkten. Beim Sprung gelang dasselbe den Aargauern. Vor den beiden letzten Geräten sahen die Gäste mit der 5:13-Führung daher wie die sicheren Sieger aus.
Die NKL-Turner rissen das Ruder jedoch herum: Am Barren holten die Baselbieter auf 11:15 auf. Und mit drei siegreichen Einzelduellen am Reck, die starke zehn Scorepunkte ergaben, wurde die Sensation Tatsache: Die Baselbieter bodigten die Aargauer mit 21:15 am Ende gar deutlich und schafften es doch noch knapp aufs Podest.
Bundesliga kopiert und adaptiert
mg.
Die Schweizer Turnliga wurde beim Deutschen Turnerbund «abgekupfert», für die Schweiz adaptiert und vergangenes Jahr erstmals ausprobiert. Die diesjährige Austragung des Wettkampfs mit sechs Teams und einem grossen Siegerpokal gilt als erste «richtige» Jahreswertung.
Der Modus besteht immer aus drei Eins-gegen-Eins-Duellen an den sechs Geräten Boden, Pferdpauschen, Ringe, Sprung, Barren und Reck. Dies lässt viele taktische Möglichkeiten zu. Erst unmittelbar vor dem Einsatz muss ein Team seinen Starter definieren und kann so auf die Übung des Kontrahenten reagieren. Die Differenz der erturnten Noten der beiden Duellgegner wird in Scorepunkte umgerechnet, deren Summe über Sieg und Niederlage entscheidet.